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VonPeter W.

Lebensfragen / 4 – Nahetod

Monatsbeitrag April 2021:  Nahetod-Erfahrungen

Nahetod-Erfahrungen

von Peter W. Köhne

„Leben nach dem Tod“ …

…war der Titel des ersten Buches, das ich 1982 in die Finger bekam, das sich mit dem Thema Nahetod-Erfahrungen befasste. Herausgegeben wurde es von dem amerikanischen Arzt und Psychiater Dr. Raymond Moody.

Einen ersten Bericht über ein Nahetod-Erlebnis erhielt er von einem Medizin-Professor während seiner Studienzeit, der davon berichtete, wie er sein eigenes Sterben und Totsein erlebt hatte, als er schon ‚klinisch tot’ war. Als Dr. Moody später wieder von einem ähnlichen Erlebnis berichtet wurde, begann er dieses Phänomen näher zu untersuchen und fand weitere 150 solcher Fälle von Menschen die schon ‚klinisch tot’ gewesen waren. Nach Erscheinen seines ersten Buches zu dem Thema erhielt er hunderte von Zuschriften, die ähnliches berichteten.

Ein Gefühl der Liebe, Freude und des Friedens

Erstaunlich bei den Untersuchungen war, dass sich die Berichte sehr ähnelten, zum Beispiel die Personen sich plötzlich außerhalb ihres physischen Körpers in einem anderen Körper befanden. Oft schwebten sie durch einen langen Tunnel auf ein helles Licht zu, wo sie von anderen Wesen oder verstorbenen Bekannten empfangen wurden. Es stellte sich ein Gefühl der Freude, Liebe und des Friedens ein. Allerdings folgte dann die Erkenntnis, dass die Personen wieder in ihren physischen Körper zurückkehren mussten.

Nahetod bei Unfällen

Oft treten solche Ereignisse bei Unfällen ein, bei denen die Personen regelrecht aus ihrem physischen Körper herausgeschleudert werden, völlig irritiert über der Situation schweben und zusehen können, wie die Rettungskräfte sich um den physischen Körper bemühen, bis sie die Person wieder ‚zurückgeholt’ haben. Einige Personen berichten, dass ihnen an einem bestimmten Punkt die Frage gestellt wurde, ob sie weitergehen oder in den physischen Körper zurückkehren wollen.

Wissenschaftliche Forschung

Wissenschaftler der Universität Southhampton haben 2060 Fälle von Personen untersucht, die einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatten, von denen 303 überlebt haben. Von ihnen berichteten 140 von ähnlichen Wahrnehmungen, wie oben beschrieben, bevor die Ärzte sie wieder ‚zurückholen’ konnten, 13% der Patienten gaben an, von ihrem Körper getrennt gewesen zu sein.

Aus den Berichten der Patienten konnten die Forscher den Schluss ziehen, dass das Bewusstsein nach dem ‚klinischen Tod’ weiterhin erhalten bleibt und damit ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod wissenschaftlich belegt sei. Es handelt sich demnach nicht um Einbildungen oder Halluzinationen, als das es oft belächelt und abgetan wird.

Außerkörperliche Erfahrungen

Es wird aber immer wieder von Menschen berichtet, die ihren Körper willentlich verlassen können.  Als ich mein 7-tägiges Dunkelretreat beendet hatte, lernte ich dort eine junge Frau kennen, die mit ihrem Freund vor Ort lernen wollte, den Körper zu verlassen. Genau genommen hatte sie diese Technik seit Kindertagen praktiziert und nie verlernt. Nun wollte sie ihrem Freund helfen, dies auch zu erlernen. Der Erfolg war allerdings bisher ausgeblieben, da ihr Freund panische Angst hatte, seinen Körper zu verlassen. Für ihn bedeutete Körper verlassen gleich Tod, obwohl sie das beste Beispiel war, dass damit kein Tod verbunden ist.

Viele Situationen können zu einem Körperaustritt führen, zum Beispiel berichten Teilnehmer am Autogenen Training, dass sie sich plötzlich neben ihrem Körper stehen sehen. Auch bei Tiefenmeditationen können diese Austritte erfolgen, meistens aber auch im Traum, bei dem dies allerdings oft nicht als ‚Austritt’ empfunden wird.

Selbsthilfegruppen

Weltweit gibt es Selbsthilfegruppen, die Betroffenen helfen, diese oft schockbehafteten Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten und zu verstehen.

Ganz gleich wie wir es sehen, ob bei klinischem Tod, Unfall oder außerkörperlichen Erfahrungen jeglicher Art, WIR verlassen unseren physischen Körper … aber, WER SIND WIR?

Dieser Frage widmen wir uns im Mai-Beitrag.

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