Kategorien-Archiv Coaching

12 Spielregeln des Lebens / 2

Monatsbeitrag Februar 2020

Spielregel Nr. 2:  Das Gottesbild

von Peter W. Köhne

Es gibt viele Spielregeln im Leben, Gebote, Gesetze, Vereinbarungen, die nicht alle in den unterschiedlichen Kulturen gleich sind. Die bekanntesten Spielregeln des Abendlandes sind wohl die 10 Gebote des Alten Testaments, da diese das Abendland am stärksten geprägt haben. Allerdings sind auch diese Gebote nicht einheitlich, wie ich im Januar-Blog gezeigt habe. In diesem Monat geht es um das Gottesbild.

Wie sieht Gott aus?

„Stelle dir einen blauen Elefanten vor!“ … und? Wie sieht er aus? Groß… klein … wie der aus der Sendung mit der Maus? Bei der Aufforderung „Du sollst dir kein Bildnis machen …“ wer ist da nicht geneigt, wenn es um Gott geht, sich vorzustellen, wie Gott aussehen mag? Bilder, wie Gott aussehen könnte, gibt es viele. Das Bekannteste ist wohl das kindliche Bild des alten Mannes mit dem weißen Bart auf einer Wolke. Nur wie bei einem Kinderspielzeug sind wir diesem Bild längst entwachsen.

Werden wir nicht durch die Schöpfungsgeschichte von Moses im alten Testament dazu verleitet, uns Gott vorstellen zu wollen? … Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde … da ist es wieder, also doch eine Menschengestalt? Nein, wir müssen genauer hinschauen, dann verstehen wir, dass ES , Das Gott, unvorstellbar ist.

Gott machte sich ein Bild der Schöpfung

Was war das für ein Bild Gottes? Eine Vorstellung, eine Idee, eine Vision von einer Schöpfung, der gesamten Schöpfung, nicht nur der eines Menschen. Im Grunde wissen wir seit Jahrtausenden, wie dieses Bild aussieht, sogar die Mediziner nutzen es immer mehr, Körper, Geist und Seele, das Ganze. Und jetzt ist es ganz einfach, wenn nämlich Gott auch auf dieses Bild zurückgeht. Wie muss dann aber Körper, Geist und Seele Gottes angeordnet sein? Natürlich nicht wie beim Menschen, dann wäre es ein Mensch. Nein, göttlich, um eine Ebene nach oben verschoben. Die Gott-Seele steht dann über allem, der Gott-Geist, der heilige Geist, ist dann auf der Ebene der Mensch-Seele. Aber was ist dann der Körper Gottes? … Das gesamte Universum, alles, das Ganze polare Universum, das Raum/Zeit Kontinuum, der Minkowski-Raum … !!!  Zufrieden oder geschockt?

Jetzt erst bekommen die Gott-Attribute allumfassend, allwissend und allmächtig das richtige Gewicht! Hier aber nun die vier Betrachtungsmöglichkeiten wie im Januar-Blog beschrieben:

Die BIBEL (Martin Luther):
Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder des, das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht … …

Die SCHRIFT (Hebräischer  Urtext):
Nicht mache dir Schnitzgebild und alle Gestalt, die im Himmel oben, die auf Erden unten, die im Wasser unter der Erde ist, neige dich ihnen nicht, diene ihnen nicht … …

Authentische Aussage (Pierre de Forêt):
Es gibt kein Bild, das deinem Schöpfer gerecht wird, denn sein Geist ist in allem, was ist, am Himmel und auf Erden – aber nichts, was ist am Himmel und auf Erden, ist ES.

Die  2. Verpflichtung (Neale Donald Walsch):
Ihr betet nicht länger menschliche Liebe oder Erfolg oder Macht oder irgendein Symbol davon an. Ihr gebt alle diese Dinge auf, so wie ein Kind sein Spielzeug ablegt. Nicht, weil diese Dinge nichts wert sind, sondern weil ihr ihnen entwachsen seid.

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12 Spielregeln des Lebens / 1

Monatsbeitrag Januar 2020

Spielregel Nr. 1:  Gott

von Peter W. Köhne

12 Spielregeln, 10 plus 2

Es gibt viele Spielregeln im Leben, die nicht alle in den unterschiedlichen Kulturen gleich sind. Die bekanntesten Spielregeln des Abendlandes sind wohl die 10 Gebote des Alten Testaments, da diese das Abendland am stärksten geprägt haben.

Allerdings sind auch diese Gebote nicht einheitlich, weswegen ich bei der Betrachtung der 10 Gebote vier verschiede Deutungen gegenüber stelle. Regel 11 und 12 habe ich aus der Erfahrung meiner Arbeit hinzugefügt. Die vier Betrachtungen sind:

  1. Aus der BIBEL in der Luther-Übersetzung
  2. Aus der SCHRIFT, die fünf Bücher der Weisung; der hebräische Originaltext verdeutscht von M. Buber und F. Rosenzweig
  3. Die authentische Aussage der zehn Gebote aus „Im Herzen der Wirklichkeit“ von Pierre de Forêt
  4. Die zehn Verpflichtungen aus „Gespräche mit Gott“ von Neale Donald Walsch

Die Regeln 11 und 12 ergänzend dazu,  die Ethik und Verpflichtung eines jeden Menschen, seinen eigenen Weg zu gehen.

Die 1. Regel, das 1. Gebot, Gott

Beginnen wir mit dem 1. Gebot. Was ist mit Gott? Um dieses zu verstehen, eine kurze Erläuterung, warum dieses Gebot überhaupt erforderlich war. Eine Massenflucht (Exodus) der Israeliten aus Ägypten gab es nach neuesten Erkenntnissen nicht. Moses schrieb die Genesis wohl eher für ein kleineres Nomadenvolk am Rande Ägyptens. Dieses Volk hatte mehrere Götter, darunter auch JHWH / JHVH (Javeh), bei uns auch als Jehova bekannt. Eigentlich heißt es JEVE, wobei EVE allein das gegenwärtige Sein, die Lebenswurzel beschreibt. Mit dem J davor, dem Zeichen der potenziellen Manifestation und Ewigkeit bekommt JEVE die Bedeutung: „Das, was da ist, das da war und das da sein wird.“

Moses erhob somit JEVE zum alleinigen Gott und legte damit die monotheistische Betrachtung fest. Zur Frage des Monotheismus und ob es wirklich monotheistisch ist, an anderer Stelle mehr. Unter diesen Aspekten nun die vier Betrachtungsmöglichkeiten, wie oben aufgezählt:

Die BIBEL (Maritn Luther):
Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, dem Diensthause, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.

Die SCHRIFT (Hebräischer  Urtext):
Ich bin dein Gott, der ich dich führte aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Dienstbarkeit. Nicht sei dir andere Gottheit mir ins Angesicht.

Authentische Aussage (Pierre de Forêt):
Dein Ursprung ist der Schöpfer von Himmel und Erde. In ihm und aus ihm nahm alles seinen Anfang. ES ist die einzige Quelle all dessen was ist.

Die  1. Verpflichtung (Neale Donald Walsch):
Ihr liebt Gott mit ganzem Herzen, ganzem Geist und ganzer Seele. Ihr stellt keinen anderen Gott über mich.

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Monatsbeiträge 2019

Übersicht Beiträge 2019

Allgemeines zu den Beiträgen in 2019

In Jahr 2019 sind wir  der Frage nachgegangen, die ich bei der Vorbereitung für ein persönliches Coaching neben anderen Fragen stelle: „Wie erklärst Du Dir die Welt?“ Sicher gibt es viele Antworten darauf, vielleicht hat jeder Mensch seine eigene Antwort, das wäre völlig normal, denn kein Mensch ist wie der andere. Dennoch gibt es viele Gemeinsamkeiten und auch grundlegende Zusammenhänge, die ein Bild ergeben, wie sich die Welt erklären lässt und warum sie so ist, wie sie ist.

In den 12 Monaten des Jahres haben wir daher 12 Aspekte beleuchtet, die eine deutliche Rolle spielen, wie wir die Welt sehen könnten und was dazu führt, dass sich die Welt so entwickelt, wie sie es tut..

Ab 2020 erscheinen die Beiträge für unsere Internetseiten separat, hier die Übersicht 2020.

Die folgenden Beiträge und Themen von 2019 bleiben weiter online

Im Januar hatten wir die Frage gestellt: „All-Eins“?
Im Februar hatten wir die Frage gestellt: „Alles schwingt“?
Im März hatten wir die Frage gestellt: „Alles veräuft zyklisch“?
Im April hatten wir die Frage gestellt: „Alles entspricht einander“?
Im Mai hatten wir die Frage gestellt: „Alles hat Folgen“?
Im Juni hatten wir die Frage gestellt: „Alles hat ein Gegenteil“?
Im Juli hatten wir die Frage gestellt: „Alles ist geschlechtlich“?
Im August hatten wir die Frage gestellt: „Alles letztendlich Materie“?
Im September haben wir die Frage gestellt: „Alles erst Energie“?
Im Oktober haben wir die Frage gestellt: „Alles beginnt mit Information“?
Im November stellen wir die Frage: „Alles ist Schöpfung“?
Im Dezember stellen wir die Frage: „Schöpfungsblockaden“?

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Alle Beiträge behandeln auch Inhalte der

HUMANEUTIK®,

der Lehre vom guten und richtigen Umgang mit sich selbst und der Menschen untereinander.

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Schöpfungsblockaden

Monatsbeitrag Dezember 2019

Schöpfungshindernisse

Von Peter W. Köhne

Perversionen des Verstandes

WARNUNG! Dieser Beitrag ist etwas länger, da er die Ursachen für die Probleme in unserer Welt behandelt!!

Seit dem Julibeitrag haben wir nach und nach erfahren, wie Schöpfung funktioniert und wie wir es selbst erlernen und erfahren können. Wir wissen auch, wie sich positive und negative Erwartungshaltungen auswirken. Es gibt aber noch fünf schwerwiegende Störungen, die den Ablauf nicht nur unserer Schöpfungen sondern die Handlungen in der ganzen Welt blockieren können. Ich meine die fünf Perversíonen des Verstandes.

Was das ist? Diese fünf sind dafür verantwortlich, dass in der Welt einiges falsch läuft, es immer wieder Probleme und Schwierigkeiten im Leben der Menschen gibt. Ich rede von den fünf negativen Leidenschaften Lust, Gier, Bindung, Eitelkeit und Ärger. Dies muss ich näher erläutern.

Das liest sich sicher sehr alltäglich, aber genau das ist der Grund, warum die fünf immer wieder unterschätzt werden. Sie schleichen sich heimlich und unterschwellig ein und bevor es uns bewusst wird, stecken wir schon in der Falle. Schauen wir sie uns einmal an, es ist zwar etwas mehr zu lesen, aber das muss sein, es ist wichtig für unser Leben und für die ganze Welt!

Die Lust

Beginnen wir mit der LUST. Am deutlichsten finden wir die Lust in der Genuss-Sucht wie Fress-Sucht, Alkohol- und Zigaretten-Konsum und natürlich in der Abhängigkeit vom Rauschgift und Mode-Drogen. Aber heute äußert sich die Lust auch in Spiel-Sucht, nicht zuletzt mit PC-Spielen. Der Film „Play“, der vor kurzem im Fernsehen zu sehen war, führte sogar soweit, dass die Süchtige nicht mehr zwischen Vision (virtual reality) und Realität unterscheiden konnte und in ihrem Suchtwahn einen Menschen fast real umbrachte.

In Richtung Wolllust zeigt sich die Lust bei sexueller Promiskuität, also einem häufigen Wechsel des Sexpartners. Schauen wir die Werbung an, eine ständige Anregung der Begierde und Lust. Interessant dabei ist, dass 85% der Werbung auf die Bedürfnisse und Wünsche der Frauen abgestimmt sind. Langeweile erzeugt Lust, auch darauf zielt die Werbung ab.

Die Gier

Verwandt mit der Lust ist die GIER. Das Wort Gier ist schon in der Be-Gier-de versteckt, womit sich zeigt, dass die Gier Angst hat, um ihre Lust gebracht zu werden. Bei der Gier handelt es sich um Geiz, Falschheit, Heuchelei, Verdrehen der Tatsachen, Bestechung und Betrug aller Art, Räuberei und Meineid. Fast immer sind dies Mittel, um schnell und leicht zu Geld und Ruhm zu kommen, ein sehr zwiespältiger Ruhm. Gier ist eine Bindung an materielle Dinge, sowie auch die Lust eine Bindung an die körperlichen Sinne ist.

Die Bindung

Die BINDUNG ist jetzt schon ein paar Mal genannt worden. Die Bindung ist im Verstand verankert und wird auf die körperlich-materielle Ebene projiziert. Bindung, also Anhaftung an etwas, entsteht immer auf Grund von Täuschung, also Verblendung, eines der Geistesgifte im Buddhismus. Diese Täuschung entsteht aus einer falschen Wertung z.B. in der Verantwortung für Familie, berufliche und gesellschaftliche Stellung, Schulden und Religion. Die meisten Religionen versuchen durch falsche Wertung die Gläubigen an sich zu binden. Durch diese und andere Bindungen wird die spirituelle Entwicklung behindert oder sogar verhindert. Auch alles Bemühen, der physischen Existenz Dauer zu verleihen, also im Extremfall ewiges Leben, ist Bindung durch Schönheitschirurgie und Medikamente, die angeblich das Leben verlängern sollen, auch Kuren zu Verjüngung zählen dazu.

Die Eitelkeit

Nun zu den die letzten beiden Leidenschaften, zunächst die EITELKEIT. Dazu zählt Selbstgefälligkeit, Egoismus und Egomanie. Eitelkeit ist eine bösartige Selbstsucht, die niemals Sinn für Humor hat. In der Selbst-sucht ist wieder die Lust versteckt. Alle fünf Leidenschaften sind in einander verwoben, wo die eine ist, sind die anderen vier nicht fern. Weitere Aspekte der Eitelkeit sind Engstirnigkeit, Anmaßung, Demonstration von Reichtum und Macht in ihrer Haltung und Kleidung. Das erkennen wir oft an Statussymbolen, die das unterstreichen sollen. Eitle Menschen sind rechthaberisch, zänkisch, tadelsüchtig, arrogant und stellen ihre eigene Person besonders heraus.

Diktatoren sind meist eitel, Religionskämpfe werden aus Eitelkeit geführt nach dem Motto, ‚Ich habe Recht’. Der Fehde-Handschuh, der früher zum Duellieren aufforderte, war ein Symbol der Eitelkeit. Das Schlimme an der Eitelkeit ist, dass sie heimtückisch daher kommt. Sie ist die Perversion, die wir als Letzte ablegen.

Der Ärger

Als letzte der fünf Leidenschaften nun noch der ÄRGER oder Zorn. Ärger hat immer etwas mit Kampf und Streit zu tun. Ärger diskriminiert andere, z. B. indem man schlecht von anderen denkt, ihre Handlungsweisen kritisiert, ihnen Vorhaltungen über ihre Fehler macht, chronisch an ihnen herumnörgelt, sie ausschimpft, sie verantwortlich macht für etwas, was schief geht, obwohl sie gar nichts damit zu tun hatten, sie schmäht und verdammt. Ärgerliche Menschen sind sehr schnell und leicht beleidigt. Ärger verhindert Aufmerksamkeit und Konzentration. Eine ärgerliche oder zornige Mutter sollte ihr Kind in dem Zustand nicht stillen, das ist Gift für das Kind.

Andere Phasen des Ärgers sind Verleumdung, abfälliger Klatsch, üble Nachrede, Fluchen, Nörgelei, Übellaunigkeit und Reizbarkeit, aber auch Streitsucht, Neid, Arglist, Ungeduld, Spott und zersetzende Kritik. Es fällt auf, dass sich hier drei andere Leidenschaften eingeschlichen haben, die Lust bei der Streit-sucht und weiter die Gier und Eitelkeit.“

Eifersucht, die Summe der 5 Schöpfungshindernisse

Es gibt das Sprichwort: Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Dies ist ein Paradebeispiel, wie alle fünf negativen Leidenschaften zusammen auftreten. Die Eifersucht ist wirklich eine Sucht. Sucht hat ja etwas mit suchen zu tun, in diesem Falle das suchen nach Lust. Hierbei kehrt sich die Lust sogar um, denn der eine sucht danach, wo der andere Lust empfunden hat oder Lust empfunden haben könnte. Damit kommt auch der Neid ins Spiel und ebenso der Ärger. Eifersüchtige Menschen fühlen sich in ihrer Eitelkeit verletzt und haben Angst, dass die Bindung an den Partner gelöst werden könnte. Die Be-Gier-de etwas herauszufinden führt zum Schluss sogar soweit, dass der eifersüchtige Mensch begierig ist herauszufinden, was er dem anderen anhängen kann, um dann zu sagen, dass der andere die Schuld hat, wenn man sich jetzt trennen muss. Daraus lässt sich auch schließen, dass in vielen Fällen die Eifersucht dazu dient, den Partner loszuwerden.

Aber genug dieser Betrachtung, lösen das Ganze auf, indem wir das rechte Maß finden und diese negativen Leidenschaften mit dem positiven Gegenpol ausgleichen.

Transformation der 5 Perversionen

Lust und innerer Abstand

Der Gegenpol der Lust ist innerer Frieden oder innerer Abstand, und damit gut geeignet für viele Situationen im Leben, speziell dann, wenn die Lust zur Sucht ausartet. Sucht hat auch etwas mit suchen zu tun. Was sucht denn der Süchtige? Die Sucht ist eine verdrängte Sehnsucht, eine spirituelle Sehnsucht nach etwas, das mehr ist als das normale Leben, etwas, das Antworten gibt auf die vielen Fragen des Lebens. Der innere Abstand lässt sich erreichen, indem wir nach Innen gehen, denn alle Antworten finden wir in uns selbst, vielleicht durch regelmäßige Kontemplation oder Meditation. Die Humaneutik kann und will dabei helfen, diese Antworten zu finden.

Gier und Bescheidenheit

Unterscheidungsvermögen ist der Gegenpol zur Gier. Wenn wir gelernt haben zu unterscheiden, was wichtig und unwichtig ist, was wirklicher Gewinn oder Verlust ist, was gut ist auszusprechen und was nicht, führt das nach und nach zur Bescheidenheit. Dann ist uns bewusst, dass das, was wir wirklich benötigen, für uns da ist. Wenn wir das wissen und das rechte Maß gefunden haben, ist jede Gier überflüssig.

Bindung und Losgelöstheit

Nichtbindung hebt die Bindung auf, die Anhaftung an etwas, an eine Sache, eine Person, eine Glaubensrichtung oder eine Theorie, und macht uns frei. Es ist völlige Losgelöstheit, die uns entbindet, wir haften dem Materiellen und z. B. auch der Lust bzw. Wolllust nicht mehr an. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass wir absolut enthaltsam leben müssen, wie manche Religionen es verlangen. Sexualität gehört zum Menschen wie Essen und Trinken, aber eben angemessen und liebevoll, also mit dem rechten Maß.

Eitelkeit und Einfachheit

Bei der Eitelkeit ist es gut, wenn wir uns selbst beobachten, denn die Eitelkeit schleicht sich auf leisen Sohlen an uns heran und schon hat sie uns gepackt. Hier ist Einfachheit und Zurückhaltung angesagt. Dies ist eine Haltung der Demut und Bescheidenheit, denn wahre Größe zeigt sich nicht darin, dass man sich mit aller Gewalt in den Vordergrund spielt. Wie leise sich die Eitelkeit anschleicht, lässt sich manchmal an kleinen Bemerkungen erkennen, wenn jemand strahlend davon berichtet, wie weit seine spirituelle Entwicklung schon fortgeschritten ist … schon hat die Eitelkeit zugeschlagen! Wie sagt der ‚Lateiner‘: „oh si tacuises philosophus mansises!“ … Oh wenn Du doch geschwiegen hättest, wärest Du ein Philosoph geblieben … sprach’s und erfreute sich an seiner Eitelkeit :-)) … was wir als Letztes ablegen, ist unsere Eitelkeit!

Ärger und Nachsicht

Ärger fordert nicht zuletzt Toleranz und Nachsicht, um ihn zu transformieren. Toleranz führt dabei oft zu der Erkenntnis, dass das, was wir soeben in unserem Ärger am Anderen kritisieren, eine Projektion unserer eigenen Fehler auf den Anderen ist. Mit etwas mehr Nachsicht sind wir auch nicht so schnell beleidigt und können viele Streitereien vermeiden. Toleranz und Nachsicht bringen uns dahin, dass wir immer mehr mit Liebe, Wahrheit und Güte handeln. Wenn ich sage: „Ich ärgere mich“ … Wer ärgert hier dann eigentlich wen?? Ärgern kann ich also immer nur mich selbst!

Stellen wir nun also folgende Frage:

Was in meinem Leben kann ich tun, um das rechte Maß zu finden?

Mit den Monatsbetrachtungen wollen wir helfen, für jeden Monat einen wichtigen Aspekt des Lebens und der Welt aufzuzeigen und zur Umsetzung anzubieten, im Monat Dezember 2019 herauszufinden, wie wir die fünf Perversion des Verstandes mit dem rechten Maß der Gegenpole ausgleichen können.

Ideal zur Meditation geeignet, um die Tiefe dieser Aussage zu erkennen und in den eigenen Alltag zu integrieren!

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Alles ist Schöpfung

Monatsbeitrag November 2019

Alles ist Schöpfung

Auto Peter W. Köhne

von Peter W. Köhne

Nichts existiert ohne Schöpfung

Im Beitrag vom Oktober haben wir die Antwort auf die Frage gefunden, die wir im Juli gestellt hatten: „Auf welcher Existenzebene erfolgte die Schöpfung?“ Die Antwort ist, nach Betrachtung der drei Existenzebenen des Menschen, einleuchtend, die Schöpfung erfolgte ausgehend von der seelisch-informationellen Ebene.

Wir hatten gesagt: In dieser Ebene des göttlichen, heiligen Geistes gibt es noch keine Gegensätze, keine Polarität, nur das Bild davon. Daher ist dort der Mensch …… zweigeschlechtlich, androgyn, ein Hermaphrodit.

Am Anfang steht das Bild, die Idee

Der Ausgangspunkt einer Schöpfung ist demnach ein Bild, eine Idee oder eine Vision. Da dieses nichtpolare Bild in unserer polaren Welt nicht existieren kann, muss es in eine polare Struktur umgewandelt werden. Dies erfolgt im Organisatorischen Raum S2 mit den Dimensionen x5 und x6, wie schon im letzten Beitrag angedeutet. Was geschieht hier? Das Bild, die Idee, wird als Schwingungsmuster strukturiert, dessen beiden Pole auf der einen Seite die Frequenz, die Schwingungsrate, also die Anzahl der Schwingungen pro Zeiteinheit, und auf der anderen Seite die Amplitude, die Intensität oder Stärke der Frequenz, sind. In manchen Weltanschauungen werden sie auch als Licht und Ton definiert.

Die Frequenz (Schwingungsrate) bestimmt dabei, welche Form oder Aussehen dieses Bild in der polaren Welt bekommt und die Amplitude (Schwingungsstärke) sorgt für die Dichte und Ausprägung der Form. Am Ende dieser schöpferischen Entwicklung  steht dann die materialisierte Form, wie wir sie in dieser Welt wahrnehmen können.

Wir sind täglich schöpferisch tätig

Wenn wir uns überlegen, wie viele Ideen, Bilder oder Visionen wir an einem Tag entwickeln, schon allein in unserer Vorstellung oder unseren Gedanken, lösen wir ständig neue Schöpfungsprozesse aus. In wieweit sie sich dann realisieren, hängt von den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten und Machbarkeit ab.

Ein Beispiel aus dem täglichen Leben: Mir waren Klammern zum Verschließen von Gefrierbeuteln abgebrochen. Das Geschäft, in dem ich sie sonst kaufen bekommen konnte, gab es seit kurzem nicht mehr. Ich musste also warten, bis ich das nächste Mal in die Stadt kam. Als ich in unserem Supermarkt eingekauft hatte und an der Kasse warten musste, schaute ich mich ein bisschen um und … Überraschung! Da lag eine Packung mit diesen Klammern, die ich natürlich sofort mit aufs Band legte. Ich weiß nicht, wer die dort hingelegt hatte. Ich bin danach noch einmal zurückgegangen, um noch ein Packung mitzunehmen. Solange ich auch gesucht habe, ich habe keine mehr gefunden.

Ein ganz simples Beispiel, wie sich meine Schöpfung realisiert hat. Zufall? Oder vielleicht sogar Schicksal? Nein, ich hatte ja schon früher darauf hingewiesen, dass es für mich keinen Zufall  gibt. Die Erfüllung meines Bildes? Das reife ‚Bild‘, das mir jetzt zugefallen ist? Darüber lohnt es sich nachzudenken!!

Aber Achtung, wie ich schon mehrmals darauf hingewiesen habe … keine Erwartungshaltung, weder negativ noch positiv, das stört den Entwicklungsprozess, den Schöpfungsablauf. Erwartungshaltung ist einer der 6 Fehler beim Schöpfungsprozess.

Und? Alles geklärt, wie Schöpfung funktioniert? Dann los! Aber nicht weitersagen … :-)) … Stellen wir uns jetzt folgende Frage:

Welche Schöpfungen haben sich bei mir erfüllt, ohne dass ich mir dessen bewusst geworden bin?

Mit den Monatsbetrachtungen wollen wir helfen, für jeden Monat einen wichtigen Aspekt des Lebens und der Welt aufzuzeigen und zur Umsetzung anzubieten, im Monat November 2019 herauszufinden, was wir schon alles geschöpft haben, ohne es zu bemerken.

Ideal zur Meditation geeignet, um die Tiefe dieser Aussage zu erkennen und in den eigenen Alltag zu integrieren!
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