Kategorien-Archiv Coaching

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VonPeter W.

GS* Coaching-Methoden

GS* Coaching Methoden-Mix

Themen und Methoden im Coaching gibt es viele. Um wirklich ganzheitliches Coaching durchzuführen, verwende ich einen Methoden-Mix, der nach den Gesichtspunkten der drei Existenzebenen des Menschen aufgebaut ist. Ganzheitlich bedeutet, dass alle drei Ebenen im Coaching erfasst und angesprochen werden. Deshalb sind die nachstehenden Methoden nach diesen Ebenen geordnet. Die bezeichneten Mehtoden sind verlinkt und können für weitere Informationen direkt aufgerufen werden:

Die Aufteilung der Methoden richtet sich nach den Erfahrungsbereichen des Lebens also

  • körperlich-materiell (hier abgekürzt als ko-ma),
  • geistig-energetisch (abgek. ge-en) und
  • seelisch-informationell (abgek. se-in).

ko-ma: (körperlich-materielle Ebene)

Feng Shui für den uns umgebenden Lebensraum, Harmonisierung  des umgebenden Lebensraumes mittels Far-Grafiken, Tai Chi Chuan mit dem Langschwert für die körperliche Balance und Fokussierung, Körperübungen zur Lockerung (Gelenke, Muskeln, Faszien), Entspannung, Augentraining mit der Rasterbrille, Faszienharmonisierung und Fitness, erkennen und aktivieren aller sechs Körpersinne

ge-en: (geistig-energetische Ebene)

Enneagramm,   TA (Transaktionsanalyse),   NLP (Neuro-Linguistische Programmierung),   systemische Arbeit (Hellinger),   Salutogenese (Antonovsky),   NET/CES (Neuro-Elektrische Therapie), Schatten-Arbeitk, Energiearbeit,   Prima Sounds,     Feng Shui für den optimalen Energiefluss, ORGON zur Stärkung des eigenen Energiepotenzials, Jin Shin Jyutsu,   Bio-Rhythmus, aktivieren aller vier Geistessinne.

se-in: (seelisch-informationelle Ebene)

Re-Informations-Therapie®, intuitive Kommunikation, Holodynamics/Tracking,   Kohärenzarbeit,   RPV-Analyse, PUL-Analyse des persönlichen unbewussten Leitmotivs,   Harmonisierung durch Symbole,   Symbol-Feng Shui, alte Weisheitssysteme (z.B.   Hermetik, Yijing (I Ging), Tarot, Zahlensymbolik u.a.),   Meditation, Kontemplation, aktivieren der beiden   höchsten Sinne.

Firmen-Analysen und -Consulting führen wir nach der ESVI®-Methode und radionisch durch.

Themen für die spirituelle Weiterentwicklung biete ich im Rahmen der HUMANEUTIK® an.

VonPeter W.

Lebensfragen / 12 – Seele

Monatsbeitrag Dezember 2021:  Seele

Seele

Autor Peter W. Köhne

von Peter W. Köhne

Seele, der göttliche Funke

Vor kurzem fiel in einem Gespräch die Bemerkung: „Die Seele in mir“. An mehreren Stellen bin ich bereits auf das Thema Seele zu sprechen gekommen. Hat der Körper eine Seele oder hat die Seele einen Körper?

In der Betrachtung der Existenzebenen des Menschen haben wir schon gesehen, dass die Seele sich außerhalb der polaren Welt befindet. Sie kann also nicht im physischen Körper zu finden sein. Da die Seele das höhere Prinzip ist, kann sie sich eines Körpers der darunter liegenden Ebenen bedienen, wie ich es im Beitrag vom Mai 2021 beschrieben habe, als ich die Frage stellte: Wer sind Wir?

In dem Beitrag über das Erschaffen der Existenzebenen haben wir gesehen, dass die menschliche Seele sich auf derselben Ebene befindet wie der göttliche Geist, bekannter als Heiliger Geist. Dies ist die Ebene von der aus alle Schöpfungen erfolgen, die des Menschen und die Gottes, wenn wir hier den Begriff Gott verwenden möchten. Diesen Schöpfungsprozess habe ich im Beitrag vom Februar 2021 beschrieben.

Seelenbewusstsein

Ein wichtiger Schritt in unserer spirituellen Entwicklung ist das Erreichen des Seelenbewusstseins. Von dieser Ebene außerhalb der Polarität sind wir uns unserer Schöpfungen bewusst und können sie so zum Besten des Ganzen einsetzen. Dieser Schritt ist die Vorstufe zum Erreichen eines Gottesbewusstseins, das aus Sicht der 12 Gott-Ebenen noch drei Ebenen über der menschlichen Seelenebene liegt.

Fassen wir also zusammen:

Wir sind Seele und haben mehrere Körper, z.B. unseren physisch-materiellen Körper. Da sich die Seele auf der 1. Stufe der Gottrealisation befindet, ist auch sie demnach unsterblich und bedient sich in den darunter liegenden Ebenen der entsprechenden Körper.

 

Mit diesem Dezember-Beitrag 2021 endet die 12-teilige Serie „Lebensfragen“. Im neuen Jahr 2022  biete ich keine weiteren Themen für die Lebensfragen an. Beiträge erstelle ich aber hauptsächlich dann für die Beantwortung aller Fragen, die zu diesem Thema gestellt werden.

Dazu gibt es zwei Wege, zum einen besteht nach jedem Beitrag die Möglichkeit einen Kommentar zu schreiben oder auch Fragen zu stellen und damit an mich zu schicken. Diese Kommentare oder Fragen sind dann auch im Internet nachzulesen, sobald ich sie freigeschaltet habe. Zum anderen besteht die Möglichkeit über mein Kontaktformular Kommentare oder Fragen per E-Mail an mich zu schicken. Diese erscheinen dann nicht im Internet, aber die Antworten dazu gebe ich in einem weiteren Beitrag ohne Angabe der Fragenden.

Zur weiteren Information empfehle ich alle Beiträge, die seit 2017 erschienen sind, sie sind in der Gesamtübersicht abrufbar.

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VonPeter W.

Lebensfragen / 11 – Zum ewigen Frieden

Monatsbeitrag November 2021:  Zum ewigen Frieden

Zum ewigen Frieden

Autor Peter W. Köhne

von Peter W. Köhne

Krieg und Frieden

Nach den Beiträgen der letzten Monate ergibt sich auch die Frage, wie sieht es eigentlich mit Frieden in unserer Welt aus? Wenn dieses „Auge um Auge …“, wie beim letzten Mal erwähnt immer noch missverstanden wird, ist dann überhaupt ein Frieden möglich. Von welchem Frieden reden wir eigentlich? Wenn wir uns umsehen, irgendwo in der Welt ist immer Krieg, im Kleinen wie im Großen. Die Konfliktforscher des Heidelberger Instituts für Konfliktforschung (HIIK*) zählten allein im Jahr 2021 weltweit 20 Kriege . Wie ist es also mit dem Frieden?

Frieden

Es wird von vielen Formen des Friedens gesprochen, dem Weltfrieden, dem nationalen Frieden, Landesfrieden, Stadtfrieden, Gemeindefrieden, Schulfrieden, Familienfrieden, Ehefrieden und persönlichem Frieden. Alle diese Arten des Friedens haben eines gemeinsam, den Menschen.

Immer wieder wird von verschiedenen Gesichtspunkten ausgehend beschrieben, wie Frieden zu erreichen wäre. Eine der bekanntesten Schriften dazu stammt vom deutschen Philosophen Immanuel Kant Zum ewigen Frieden. Ansätze daraus sind später auch in die Charta der der Vereinten Nationen (UN) eingeflossen. Seine bekannteste Behauptung war der kategorische Imperativ, der lautet: „Handle jederzeit nach derjenigen Maxime, deren Allgemeinheit als Gesetzes du zugleich wollen kannst“. Etwas einfacher formuliert bedeutet das:  „Handle jederzeit nach dem Grundsatz, der ohne jeden Widerspruch als allgemeines Gesetz anerkannt wird.“

Der philosophische Entwurf Zum ewigen Frieden zeigt in den sechs Präliminarartikeln (Einleitungen) Bedingungen auf, die erfüllt sein müssen, um dauerhaften Frieden zwischen den Staaten der Welt möglich zu machen. Gut und schön, diese Bedingungen beinhalten automatisch Einschränkungen für jeden  der Staaten. Wenn sie dem Interesse des Friedens dienen, bedeutet das damit auch, es müssen Kompromisse eingegangen werden.

Dies ist mir zu wenig, der kategorische Imperativ trifft besser den Kern, weswegen der Weg zum dauerhaften Frieden kein leichter Prozess ist. Später mehr dazu.

Krieg

Wenn wir an Krieg denken, liegt es  nahe, es mit Säbelrasseln, Kanonen und Bomben in Verbindung zu bringen. Sicher ist das oft der Fall, weil es am auffälligsten ist. Es beginnt aber schon im kleinsten Kreis des Zusammenlebens, dass Zwietracht und Streit zwischen Familienmitgliedern herrscht. Schon dort beginnt der Krieg.  Interessant ist, was im Neuen Testament der Bibel im Lukasevangelium von Jesus gesagt wird  (Lukas 12, 51-53):

Meint ihr, dass ich  gekommen sei, um Frieden auf der Erde zu schaffen? Nein, sage ich euch, nicht Frieden, sondern Spaltung. Denn von nun an wird es so sein: Wenn fünf Menschen im gleichen Haus leben, wird Zwietracht herrschen, Zwietracht zwischen Vater und Sohn, Mutter und Tochter, Schwiegermutter und Schwiegertochter.

So ist hier schon ein Ansatz zum Kleinkrieg, der sich dann später ausgeweitet hat, über den Haushalt hinaus in die Welt bis zu Staaten, König- und Kaiserreichen. Diese Kriege waren anfangs gleichzeitig religiös und politisch bestimmt. Später wurden dann Kriege als Eroberungskriege geführt wie durch Alexander den Großen, religiös geführte Kriege wie die Kreuzzüge und in Kombination „Heilige Kriege“ wie der Dschihad im Islam, durch den auch die schnelle Verbreitung des Islam zu erklären ist.

Mit einer kleinen Stadt in Mittelitalien, die 753 v. Chr. gegründet wurde, Rom, begann der Siegeszug der römischen Eroberungen bis in den Norden Europas (de bello gallico), alles mit Waffengewalt. Bei der Schlacht im Teuteburger Wald allerdings erlitten drei römische Legionen unter Quinctilius Varus eine verheerende Niederlage durch die Germanen unter Führung des Cherusker-Fürsten Arminius (Herrmann der Cherusker). Dies stoppte den Eroberungskrieg der Römer rechtsrheinisch in Richtung Nordgermanien bis zur Elbe. War dies ein gerechter Krieg der Germanen gegen die Römer? Kaiser Augustus empfand dies wohl nicht so, als er ausgerufen haben soll: „Varus, Varus, gib mir meine Legionen wieder!“

Rechtsgeschichtlich wäre die Schlacht im Teuteburger Wald wohl ein gerechter Krieg gewesen, da sich die Germanen gegen den Überfall der Römer gewehrt hatten. Aber die Frage bleibt: „Gibt es denn einen gerechten Krieg?“ Generell kann kein Krieg gerecht sein, wenn auch der gerechte Krieg später ein Teil des kirchlichen Rechts wurde.

Auch aus der oben schon genannten biblischen Aussage: Auge um Auge, Zahn um Zahn … ist kein Recht zu einem gerechten Krieg oder Rachefeldzug abzuleiten.  Wie wir bei der Betrachtung des Karmagesetzes gesehen haben, geht es dabei um einen Ausgleich, bei dem für jedes Vergehen, also auch Krieg, ein Ausgleich geschaffen werden muss oder eine genau bemessene, gleichwertige Strafe erfolgen soll. Jedoch, wer soll der Richter sein? Aber das hilft uns auch nicht weiter, am Ende gibt es dann doch wieder Kriege, seien es Weltkriege, nationale Kriege, Bürgerkriege, Stammeskriege, Bandenkriege oder auch nur Rosenkriege. Wie kommt es überhaupt dazu, Kriege anzuzetteln?

Ursachen

Punkt drei meines Leitbildes beginnt mit:  „In der Gewissheit, dass der Mensch die Wurzel aller Probleme in dieser Welt ist, ……, haben wir schon die Hauptursache gefunden! Ohne den Menschen gäbe es keine Kriege. Etwas anders gesehen, dass vielleicht schockiert: „Ohne den Wunsch nach Frieden gäbe es keine Kriege!“ Wieso? Krieg und Frieden sind Gegensatzpaare der Polarität, bei der ein Pol ohne den anderen nicht existieren kann. Umgekehrt betrachtet, könnten wir Kriege wirklich abschaffen, würden wir auch den Frieden abschaffen. Warum? Weil nach mehreren Generationen niemand mehr wüsste, was Frieden eigentlich ist, weil der Vergleich zum Gegenpol Krieg fehlen würde.

Kommen wir aber zurück zum Menschen, diese Ursachen sind leichter zu verstehen. Seit Jahrtausenden gibt es das Wissen um die Ursachen, warum es immer wieder Probleme und Kriege gibt. Sie haben viele Namen, nur drei davon als Beispiele, die 4 Geistesgifte im Zen Buddhismus, die 7 Todsünden im Christentum oder auch die 5 Perversionen des Verstandes, die ich schon mehrfach erwähnt und beschrieben habe, welche sind Lust, Gier, Eitelkeit, Ärger und Bindung (s.u.).

Lösung

 Die Lösung all der Probleme, die die Menschen verursachen, liegt also bei ihnen selbst. Der „Heilige Krieg“ wäre demnach ein Kampf gegen den eigenen „Inneren Schweinehund“, der durch die 5 Perversionen des Verstandes immer wieder zuschlägt. An diesen Fünf zu arbeiten und sie aufzulösen, erfordert viel Ausdauer und Disziplin. Ersetzen wir Lust durch inneren Abstand, Gier durch Bescheidenheit, Eitelkeit durch Einfachheit, Ärger durch Nachsicht und  Bindung durch Losgelöstheit. Mehr dazu unter „Die Perversionen des Verstandes“.

Zurück zu Kant, zum kategorischen Imperativ (s.o.): „Handle jederzeit nach dem Grundsatz, der ohne jeden Widerspruch als allgemeines Gesetz anerkannt wird.“ Dies ist eine große Herausforderung, solche Grundsätze zu definieren und umzusetzen, dies verlangt eine höhere Ethik, die nicht nur den Menschen berücksichtigt, sondern ALLES, die gesamte Natur und Welt einschließt. Nicht zuletzt sollten wir uns auch überlegen, ob und welche Rolle dabei eine höhere Intelligenz, nennen wir sie Gott oder Das Ganze, spielt.

Finden wir alle den Frieden in uns selbst, hat der Krieg keine Chance mehr!

Im Dezember fragen wir nach dem Hauptakteur des Rades der Vierundachtzig, die Seele

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* HIIK  Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung e.V.

VonPeter W.

Lebensfragen / 10 – Karma

Monatsbeitrag Oktober 2021:  Karma

Ursache und Wirkung

Autor Peter W. Köhne

von Peter W. Köhne

actio est reactio, Ursache bedingt Wirkung

… ist eines der drei newtonschen Axiome*. Der englische Physiker Sir Isaac Newton stellte drei Grundgesetze der klassischen Mechanik auf:

  1. Das Trägheitsgesetz
  2. Das dynamische Grundgesetz
  3. Das Wechselwirkungsgesetz (Reaktions- oder Gegenwirkungsprinzip)

Im Zusammenhang mit diesem Beitrag interessiert uns das 3. Gesetz.

Am Beispiel zweier Personen, die auf Inliner-Rollschuhen unterwegs sind, lässt sich das gut erklären. Ich fahre mit meiner Freundin gerne mit Inlinern. Wenn sie vor mir steht und ich ziehe sie zu mir heran, bewegen wir uns aber beide aufeinander zu. Es könnte auch so aussehen, als würde sie mich zu sich heranziehen, da die Kraft, die ich aufwende, in beide Richtungen wirkt. Dies wird natürlich durch die Rollschuhe begünstigt. Würde ich sie jetzt von mir wegstoßen, würde ich ebenso von ihr weggestoßen, weil die Kraft in beide Richtungen wirkt, die auslösende Kraft (actio) ist also gleich der gegenwirkenden Kraft (reactio). Das besagt dieses Wechselwirkungsgesetz actio = reactio.

So mag Newton die Idee von der Schwerkraft gekommen sein, als ihm angeblich unter einem Apfelbaum ein Apfel auf den Kopf fiel. Hierbei wirkt die (Schwer)kraft auch in beide Richtungen, die Erde zieht den Apfel an und der Apfel ebenso die Erde. Dass der Apfel die Erde anzieht, fällt dabei nicht so sehr auf, weil die Masse der Erde gegenüber der des Apfels deutlich überwiegt.

Ursache und Wirkung allgemein

Ursache und Wirkung finden aber nicht nur in der klassischen Mechanik statt. Angenommen, ich beleidige eine Person, kann es sein, dass sie vor Wut rot anläuft. Wenn ich einer Person etwas Nettes sage, kann es sein, dass sie mir mit einem strahlenden Lächeln antwortet. Auch hierbei haben die Ursachen Wirkungen, allerdings unterschiedlicher Art. Diese Art von Reaktionen kommt unmittelbar nach der Ursache.

In meinem Beitrag vom Mai 2019  (Alles hat Folgen in Raum und Zeit, in der Welt, im Universum) hatte ich ein Beispiel aus dem täglichen Leben beschrieben. Da ich beruflich viel im Straßenverkehr unterwegs bin, passiert es immer mal wieder, dass ich einen Fehler mache (actio) der mir kurze Zeit später durch den Fehler eines anderen zurückgegeben wird (reactio), allgemein als „Retourkutsche“ bekannt. Seit ich gelernt habe, bewusst darauf zu achten, was in meinem Leben passiert, kann ich immer häufiger zurückverfolgen, wann ich für mein Verhalten die „Quittung“ bekommen habe, das gilt im Guten wie im Schlechten.

Dass dies so funktioniert ist ja nicht neu. Schon im 6. hermetischen Prinzip wird dies beschrieben:

Das Prinzip von Ursache und Wirkung

Jede Ursache hat ihre Wirkung,
jede Wirkung ihre Ursache;
alles geschieht gesetzmäßig,
Zufall ist nur ein Name für ein unbekanntes Gesetz.
Es gibt viele Ebenen der Ursächlichkeit,
aber nichts entgeht dem Gesetz.

(aus KYBALION, Das Buch der 7 Hermetischen Gesetze)

Wenn wir bedenken, dass selbst Pythagoras über 20 Jahre die Hermetik in Ägypten studiert hat, ist es nicht verwunderlich, dass seine Schule die bedeutendste Schule des Altertums war und die aus diesem Gesetz resultierende Lehre der Re-Inkarnation dort selbstverständlich war.

Auch in der christlichen Bibel 2. Mose 21 wird von diesem Gesetz gesprochen, was aber oft falsch verstanden wird. Aus der Aussage: Auge um Auge, Zahn um Zahn … ist kein Recht zu einem Rachefeldzug abzuleiten, wie es leider immer wieder geschah und teils heute noch praktiziert wird. Das Gegenteil aber ist der Fall, wie es in der wörtlichen Übertragung des Originaltextes (Die SCHRIFT) zu lesen ist…

… Geschieht das Ärgste aber, dann gib Lebensersatz für Leben, Augersatz für Auge, Zahnersatz für Zahn, Handersatz für Hand, Fußersatz für Fuß, Brandmalersatz für Brandmal, Wundersatz für Wunde …

Es geht hierbei also um einen Ausgleich, bei dem für jedes Vergehen eine genau bemessene, gleichwertige Strafe erfolgen soll. Heute werden diese Regeln meist durch ein Strafgesetzbuch ersetzt und die Vergehen durch entsprechende Strafen ausgeglichen bis hin zur Todesstrafe, die in vielen Ländern der Welt noch praktiziert wird.

Schlechtes Karma

Was ist aber nun, wenn eine Tat nicht ausgeglichen wird, weil vielleicht der Täter nie gefasst wurde? Und was ist, wenn dieser Täter stirbt, ohne je gefasst worden zu sein? Ist der Ausgleich, die Strafe für diese Tat dann verfallen? Weit gefehlt! Wenn wir uns jetzt des Beitrages über die Re-Inkarnation besinnen, rundet sich das Bild ab. Da der Ausgleich für eine Strafe, der nicht stattgefunden hat, nicht verfällt,  muss er in einer der nächsten Inkarnationen erfolgen. Dies ist Karma, die Logik hinter der Re-Inkarnation, actio est reactio, der Ausgleich findet immer statt. Manche nennen es auch die „Höhere ausgleichende Gerechtigkeit“.

Gutes Karma

Natürlich gibt es Menschen, die ihr Leben lang viel Gutes getan haben, aber nie dafür belohnt wurden, also kein gleichwertiger Augleich erfolgte. Kommen diese Menschen dann in den so genannten „Himmel“? Oder müssen sie zurückkommen, um die Belohnung für ihr gutes Leben zu erhalten? Auch hier gilt actio est reactio, wie sollte sonst der Ausgleich stattfinden? Es ist daher ein Irrglaube, dass die Menschen, die viel gutes Karma angesammelt haben, nicht wiedergeboren werden müssen. Zugegeben, ab einem gewissen Stand der spirituellen Entwicklung, liegt die Entscheidung bei uns, ob wir wiedergeboren werden wollen. Nur, wenn wir diesen Stand der Entwicklung erreicht haben, werden wir vielleicht freiwillig wieder hier inkarnieren, um anderen Seelen bei ihrer spirituellen Entwicklung zu helfen.

Schöpfung

In den Beiträgen über die Schöpfung vom November 2019 und Februar 2021 haben wir gesehen, dass wir mit unseren Ideen und Visionen schöpferisch tätig sind und damit auch Ursachen setzen, die mit der Verwirklichung dieser Ideen  ausgeglichen werden. Jetzt auch hier die Frage, was passiert, wenn sich eine Idee oder Vision nicht verwirklichen konnte und nie aufgegeben wurde? Richtig! Auch dies ist Karma, die Idee oder Vision hat die Chance im nächsten Leben verwirklicht zu werden. Damit findet dann auch dieser Ausgleich statt.

Das Rad der Vierundachtzig

Ganz gleich also, ob gutes oder schlechtes Karma oder eine offene Idee oder Vision, ein Ausgleich findet immer statt. Da mit jedem neuen Leben wieder neue Ursachen gesetzt werden, entsteht zwangsläufig die Frage, wie lange dieser Zyklus der Re-Inkarnationen dauert, oder hört das nie auf? Es gibt Hinweise darauf, die oft mit dem Begriff „Das Rad der Vierundachtzig“ genannt werden. Dies umfasst 84 Zyklen von Tod und Wiedergeburt, wobei ein Zyklus bis zu 100 000 Jahre umfassen kann. Dies hängt wiederum davon ab, wie schnell die spirituelle Entwicklung eines jeden einzelnen Lebewesens erfolgt.

Mit diesem Bewusstsein, dass wir uns unserer Verantwortung nicht entziehen können, wäre es gescheit, unser Leben zu überdenken. Die Einstellung: „Ist doch egal, was ich mache, ich lebe doch sowieso nur einmal und nach meinem Tod interessiert mich das alles nicht mehr …“, ist fatal, aber wir haben nach wie vor die freie Entscheidung … wie wir unser Leben leben!

*Axiome sind Grundsätze, die keines weiteren Beweises mehr bedürfen.

Die Frage im November: Gibt es einen Weg zum  Zum ewigen Frieden

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