Schlagwort-Archiv Lebensfragen

VonPeter W.

Lebensfragen / 5

Monatsbeitrag Mai 2021:  Weiterleben nach dem Tod

Weiterleben nach dem Tod?


Von Peter W. Köhne

Wer sind WIR?

Im April-Blog hatten wir festgestellt, dass, ganz gleich wie wir es sehen, ob bei klinischem Tod, Unfall oder außerkörperlichen Erfahrungen jeglicher Art, wir verlassen unseren physischen Körper … aber, WER SIND WIR?

In den Nahetod-Gesprächen kam manchmal die Aussage, dass die Seele den Körper verlässt. Aber wo im Körper ist die Seele? Von Zeit zu Zeit tauchen Meldungen auf, dass es endlich gelungen sei, den Sitz der Seele im Körper herauszufinden. Dieser Ansatz wird immer noch verwendet, der der materiellen Denkweise entspringt. Wenn wir tot sind, ist eben alles vorbei. Das passt ja nicht zusammen, wenn WIR dann den physischen Körper verlassen.

Die Lösung ist ganz einfach, wir müssen diesen Ansatz umkehren, also nicht „Der Körper hat eine Seele“ sondern „Die Seele hat einen Körper“…… und nicht nur einen. Wie können wir uns das vorstellen? Wenn wir uns einmal die drei Existenzebenen des Menschen betrachten, stellen wir fest, dass die Seele ihre Heimat in den göttlichen Welten hat, in der seelisch-informationellen Ebene. Wissenschaftlich ausgedrückt, sie existiert außerhalb von Raum und Zeit, ist also nicht an die Polarität gebunden, lebt quasi in Utopia.

Körper als Schutz

Wenn die Seele aber in der polaren Welt existieren will, benötigt sie einen Körper als Schutz, der innerhalb von Raum und Zeit existieren kann. Die nächst tiefere Existenzebene ist die geistig-energetische Ebene, in der sie sich eines energetischen oder Geistkörpers bedienen kann. Dieser Körper ist wie ein Schutzmantel gegen die polaren Schwingungen dieser Ebene. In diesem Geistkörper kann sie dort geschützt leben. Will die Seele weiter in die grobstofflich-materielle Welt, benötigt sie einen weiteren Körper, der diese grobe Materie aushält und auch wieder als eine Art Schutzmantel dient.

Wir können also sagen, dass die Seele mehrere Körper benötigt, je nachdem wie tief sie in die niedern Existenzebenen eintauchen will. Eintauchen ist ein gutes Stichwort für ein Beispiel. Stellen wir uns vor, wir als Mensch nehmen die Position der Seele ein. Wenn wir nun in die Tiefen der Meere eintauchen wollen, geht das nicht so einfach.

Bleiben wir dicht an der Oberfläche, können wir leicht abtauchen, solange der Atem reicht. Beim Schnorcheln können wir schon etwas tiefer tauchen, ohne zum Atmen auftauchen zu müssen. Wollen wir noch tiefer tauchen, benötigen wir schon einen Schutz, wie es ein Neopren-Anzug als Schutz vor Unterkühlung bietet und wir werden auch noch Sauerstoffflaschen mitnehmen für die Luft, die wir brauchen. Tauchen wir noch tiefer, ist schon ein Taucheranzug mit Helm erforderlich. In den tiefsten Tiefen reicht auch das nicht mehr und es wird ein gepanzertes Unterwasserfahrzeug benötigt, das den hohen Druck in der Tiefe aushält.

Ähnlich ist es bei der Seele, je tiefer sie in die polaren Welten eintaucht, desto dichter und fester müssen die Körper sein, die sie dazu benötigt, in unserer weltlichen Existenzebene also einen festen physisch-materiellen Körper. Dies als kleine Analogie.

Tod, wo ist dein Stachel?

Wie wir wissen, ist der physisch-materielle Körper nur eine bestimmte Zeit nutzbar, da er durch die Alterung irgendwann unbrauchbar wird. Ist dieser Zeitpunkt erreicht, legt die Seele diesen Körper ab und zieht sich in den energetischen Körper zurück, um dort weiterzuleben. Dieser Zeitpunkt des Übergangs wir im Allgemeinen als Tod bezeichnet. Dies gilt aber nur für den physischen Körper.

Physikalisch gesehen ist das verständlich. Unser Körper funktioniert zu ca. 70% energetisch. Nach dem Gesetz von der Erhaltung der Energie, kann diese nicht einfach verpuffen, sie muss irgendwo hingehen oder umgewandelt werden. Im Falle des physischen Todes zieht sich die Seele in den Energiekörper zurück und in diesem Körper geht unser Leben weiter.

Was dann passiert ist das Thema im Monatsbeitrag Juni.

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VonPeter W.

Lebensfragen / 4

Monatsbeitrag April 2021:  Nahetod-Erfahrungen

Nahetod-Erfahrungen


Von Peter W. Köhne

„Leben nach dem Tod“ …

…war der Titel des ersten Buches, das ich 1982 in die Finger bekam, das sich mit dem Thema Nahetod-Erfahrungen befasste. Herausgegeben wurde es von dem amerikanischen Arzt und Psychiater Dr. Raymond Moody.

Einen ersten Bericht über ein Nahetod-Erlebnis erhielt er von einem Medizin-Professor während seiner Studienzeit, der davon berichtete, wie er sein eigenes Sterben und Totsein erlebt hatte, als er schon ‚klinisch tot’ war. Als Dr. Moody später wieder von einem ähnlichen Erlebnis berichtet wurde, begann er dieses Phänomen näher zu untersuchen und fand weitere 150 solcher Fälle von Menschen die schon ‚klinisch tot’ gewesen waren. Nach Erscheinen seines ersten Buches zu dem Thema erhielt er hunderte von Zuschriften, die ähnliches berichteten.

Ein Gefühl der Liebe, Freude und des Friedens

Erstaunlich bei den Untersuchungen war, dass sich die Berichte sehr ähnelten, zum Beispiel die Personen sich plötzlich außerhalb ihres physischen Körpers in einem anderen Körper befanden. Oft schwebten sie durch einen langen Tunnel auf ein helles Licht zu, wo sie von anderen Wesen oder verstorbenen Bekannten empfangen wurden. Es stellte sich ein Gefühl der Freude, Liebe und des Friedens ein. Allerdings folgte dann die Erkenntnis, dass die Personen wieder in ihren physischen Körper zurückkehren mussten.

Nahetod bei Unfällen

Oft treten solche Ereignisse bei Unfällen ein, bei denen die Personen regelrecht aus ihrem physischen Körper herausgeschleudert werden, völlig irritiert über der Situation schweben und zusehen können, wie die Rettungskräfte sich um den physischen Körper bemühen, bis sie die Person wieder ‚zurückgeholt’ haben. Einige Personen berichten, dass ihnen an einem bestimmten Punkt die Frage gestellt wurde, ob sie weitergehen oder in den physischen Körper zurückkehren wollen.

Wissenschaftliche Forschung

Wissenschaftler der Universität Southhampton haben 2060 Fälle von Personen untersucht, die einen Herz-Kreislauf-Stillstand erlitten hatten, von denen 303 überlebt haben. Von ihnen berichteten 140 von ähnlichen Wahrnehmungen, wie oben beschrieben, bevor die Ärzte sie wieder ‚zurückholen’ konnten, 13% der Patienten gaben an, von ihrem Körper getrennt gewesen zu sein.

Aus den Berichten der Patienten konnten die Forscher den Schluss ziehen, dass das Bewusstsein nach dem ‚klinischen Tod’ weiterhin erhalten bleibt und damit ein Hinweis auf ein Leben nach dem Tod wissenschaftlich belegt sei. Es handelt sich demnach nicht um Einbildungen oder Halluzinationen, als das es oft belächelt und abgetan wird.

Außerkörperliche Erfahrungen

Es wird aber immer wieder von Menschen berichtet, die ihren Körper willentlich verlassen können.  Als ich mein 7-tägiges Dunkelretreat beendet hatte, lernte ich dort eine junge Frau kennen, die mit ihrem Freund vor Ort lernen wollte, den Körper zu verlassen. Genau genommen hatte sie diese Technik seit Kindertagen praktiziert und nie verlernt. Nun wollte sie ihrem Freund helfen, dies auch zu erlernen. Der Erfolg war allerdings bisher ausgeblieben, da ihr Freund panische Angst hatte, seinen Körper zu verlassen. Für ihn bedeutete Körper verlassen gleich Tod, obwohl sie das beste Beispiel war, dass damit kein Tod verbunden ist.

Viele Situationen können zu einem Körperaustritt führen, zum Beispiel berichten Teilnehmer am Autogenen Training, dass sie sich plötzlich neben ihrem Körper stehen sehen. Auch bei Tiefenmeditationen können diese Austritte erfolgen, meistens aber auch im Traum, bei dem dies allerdings oft nicht als ‚Austritt’ empfunden wird.

Selbsthilfegruppen

Weltweit gibt es Selbsthilfegruppen, die Betroffenen helfen, diese oft schockbehafteten Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten und zu verstehen.

Ganz gleich wie wir es sehen, ob bei klinischem Tod, Unfall oder außerkörperlichen Erfahrungen jeglicher Art, WIR verlassen unseren physischen Körper … aber, WER SIND WIR?

Dieser Frage widmen wir uns im Mai-Beitrag.

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VonPeter W.

Lebensfragen / 3

Monatsbeitrag März 2021:  Schicksal oder Zufall?

 Schicksal oder Zufall?

Von Peter W. Köhne

Unglück?

Vorweg eine kleine Geschichte, die von einem spirituellen Meister erzählt wurde:

Es war einmal ein armer alter Mann in einem kleinen Dorf, dem war im Frühling sein einziges Pferd davon gelaufen.
Der reiche Nachbar kam zu ihm und sprach: „So ein Unglück, das tut mir aber leid“.
Doch der alte Mann blieb ruhig und sagte nur: „Ob es ein Unglück ist? Das weiß man nicht. Es wird sich zeigen.“ 

Im Sommer kam das Pferd auf einmal zurück. Nicht allein, sondern in Begleitung von einem Dutzend wilder Pferde.
Der reiche Nachbar kam und gratulierte dem alten Mann zu seinem unverhofften Glück.
Doch der alte Mann blieb ruhig und sagte nur: „Ob es ein Glück ist? Das weiß man nicht. Es wird sich zeigen.“  

Es war im Herbst, als der Sohn des alten Mannes auf die Idee kam, das wildeste der wilden Pferde für sich zuzureiten.
Da passierte es: Das Pferd bäumte sich auf, der Sohn stürzte  aus dem Sattel – und brach sich sämtliche Knochen.
Der reiche Nachbar hatte den Vorfall beobachtet und sprach: „So ein Unglück, das tut mir aber leid.“
Doch der alte Mann blieb ruhig und sagte nur: „Ob es ein Unglück ist? Das weiß man nicht. Es wird sich zeigen.“  

Im Winter gab es plötzlich Krieg. Alle jungen Männer wurden eingezogen und mussten an die Front. Aber der Sohn des alten Mannes durfte zu Hause bleiben.
Seine Knochen waren noch nicht richtig verheilt und ein Arm war steif geblieben. Der Sohn des reichen Mannes aber musste in den Krieg ziehen.
„Da hast du aber wirklich Glück gehabt“, sagte der reiche Nachbar.
Doch der alte Mann blieb ruhig und sagte nur: „Ob es ein Glück ist? Das weiß man nicht. Es wird sich zeigen.“

Diese Geschichte zeigt eine Grundhaltung, die sich als „wer weiß, wofür’s gut ist“ beschreiben lässt. Der Hintergrund zeigt ein Verständnis, das sich aus der viel beschriebenen  Polarität ergibt, dass nichts ohne sein Gegenteil existieren kann. Jedes Unglück birgt auch das Glück in sich, so wie jedes Problem nicht ohne seine Lösung existieren kann, wir müssen es nur erkennen.

Schicksal

Das Schicksal hat viel Namen, die sowohl negativ „fatum“ als auch positiv „fortuna“ sein können. Es tritt oft sehr abrupt in unser Leben. Oft wird es als eine unpersönliche Macht beschrieben, die über den Menschen waltet. Aber auch persönliche Mächte sind für das Schicksal bestimmend wie Schicksalsgöttinnen Moiren bei den Griechen, die Parzen bei den Römern oder die Nornen bei den Germanen.

Im Christentum ist das Schicksal personifiziert „von Gott gegeben“ und wird oft als Strafe oder Prüfung empfunden. Hier liegt häufig der Glaube an eine göttliche Vorsehung, an ein vorbestimmtes Schicksal zu Grunde, Über Kismet, wie das Schicksal im Islam bezeichnet wird, sagt der Koran in Sure 57/22.u.23:

22. Kein Unglück trifft die Erde, auch euch nicht, das nicht im Buch (ewigen Ratschlusses) genannt wäre, bevor wir es werden ließen. Wahrlich, dies ist für Allah ein Leichtes. 23.  Auf dass ihr nicht betrübt seid, was euch entgangen ist und euch nicht darüber freut, was euch gegeben ist.

Kismet ist also der Anteil, den wir vom Leben bekommen.

Der ZEN Buddhismus geht davon aus, dass das Leiden zum Leben gehört, es lasse sich nicht ausschließen, aber: Wenn Du wissen willst, was in der Zukunft passiert, achte auf Deine Gedanken und Deine Gefühle. Hierbei wird unser Anteil am Schicksal deutlicher, es ist unsere Selbstverantwortung, die unsere Zukunft bestimmt.

Freier Wille

Im Wort Schicksal ist schicken versteckt. Wer schickt uns denn so etwas wie Schicksal? Wir selbst! Damit kommen wir zu einem bedeutenden Spannungsfeld:

Schicksal  <<<  >>>  Freier Wille

Der freie Wille ist uns allen eigen. Die genannte Selbstverantwortung ist die Basis, wir entscheiden, was in unserem Leben passiert. Wir sind es auch, die dafür die Verantwortung tragen und nur wir! An dieser Stelle kommen wir zum Kern der Sache, zu einem  universellen Gesetz, dem Gesetz von Ursache und Wirkung, das für den gesamten Kosmos Gültigkeit hat, den Menschen nicht ausgenommen. Aus fernöstlichen Lehren ist es auch als Karma bekannt. Dieses Thema behandele ich in einem späteren Blog ausführlicher, denn irgendwo muss das Schicksal ja einen Sinn haben, keine Schuld, keine Strafe, keine Prüfung, keine Belohung. Und? Sind Wunder auch Schicksal? … oder doch Zufall?

Hierzu auch mehr in dem Blog vom Februar, Lebensfragen / 2 : Schöpfung oder Zufall?

Thema April 2021: Nahetoderfahrungen

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VonPeter W.

Lebensfragen / 2

Monatsbeitrag Februar 2021:  Schöpfung oder Zufall?

 Schöpfung oder Zufall?

Von Peter W. Köhne

Die Schöpfung

Was ist Schöpfung?  Wer das Wort Schöpfung hört, denkt vermutlich sofort an einen Schöpfer, wie er in verschiedenen Weltanschauungen und Religionen beschrieben wird. Welche Namen diese Schöpfer haben und welche Schöpfungsmythen es gibt, habe ich bereits in meinem Blog über die Weltanschauung Teil 1 beschrieben. Dass alles im Universum Schöpfung ist und nichts ohne Schöpfung existiert, war der Inhalt meines Beitrages Alles ist Schöpfung. Auch dass wir ständig schöpferisch tätig sind, haben wir dabei festgestellt.

Woraus wird denn bei der Schöpfung geschöpft? Aus einer Ursuppe vielleicht? In einem Fall heißt diese Ursuppe dann das „Nichts“ im anderen Fall das „Alles“ oder auch „Chaos“. Wenn wir das GANZE betrachten ist es wohl das „Alles und Nichts“.

Auch die Frage, wie lange denn eine solche Schöpfung gedauert hat ist umstritten. Für hartnäckige Vertreter der christlichen Bibel sind es bekanntlich sieben Tage. Wie lange dauerte denn ein solcher Tag? Nehmen wir auch die Bibel zu Hilfe, heißt es im Psalm 90: … denn Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache … Nehmen wir einen Tag als Aussage, wären das schon 7000 Jahre. Eine Nachtwache der damaligen Zeit dauerte einen halben Tag (über Nacht). Damit verdoppeln sich die 7 Tage schon auf 14 000 Jahre. Legen wir eine Wache der „christlichen Seefahrt“ zugrunde, dann dauerte eine Wache 8 Glasen (vier Doppelglasen = 4 Stunden).  Rechnen wir das auf einen Tag hoch, sind wir schon bei 6 Wachen pro Tag und bei 42 000 Jahren für die 7 Tage. Aber Schluss damit, damals waren 1000 Jahre eine sehr lange Zeit, heute rechnen wir mit Milliarden Jahren… Fazit, der Zeitverlauf für eine Schöpfung ist also relativ und orientiert sich wohl mehr an der Evolutionstheorie. Für unsere eigenen Schöpfungen ist das aber wichtig zu wissen.

Schöpfungsvoraussetzungen

Auslöser für den Start eines Schöpfungsprozesses kann sein: eine Vision, eine Idee oder Absicht oder nach Aristoteles eine „Zweckursache“. Die drei Existenzebenen des Menschen haben uns gezeigt, dass in der seelisch-informationellen Ebene Alles vorhanden ist, aus dieser „Suppe“ schöpfen wir. Ganz gleich, was wir schöpfen, in dieser Ebene ist es bereits vorhanden. Wir sind nur der Auslöser, der den Schöpfungsprozess in Gang bringt. Wie wir schon bei der Frage: Der Mensch erschaffen als Mann und Frau? festgestellt haben, hat diese Zweckursache noch keine Polarität. Erst beim Eintreten in die geistig-energetische Ebene, spaltet sie sich auf, wie die Grafik zeigt.

Schöpfungsverlauf

Greifen wir den Ansatz der morph(ogenet)ischen Felder auf, wie sie von Hans Spemann und in Folge von Rupert Sheldrake beschrieben wurden, ergibt sich ein interferentes Energiefeld, das bereits die energetische Form dessen vorweist, was unserer Schöpfungsidee entspricht. Verdichtet sich dies weiter, nimmt unsere Idee materielle Form an. Dies nur als Beispiel. Über die Rückmeldung an den Ursprung über die „morphische Resonanz“ findet ein Soll/Ist-Wert-Vergleich statt, der untersucht, ob das Ergebnis dem entspricht, was unsere ursprüngliche Idee war. Ist es das, bleibt es dabei, wenn nicht, wiederholt sich dieser Prozess so lange, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Fertig, unsere Schöpfung ist vollendet!

Fehler beim Schöpfungsprozess

Bis hierher war es noch einfach, wenn alles glatt verlaufen ist. Leider sorgen wir oft selbst dafür, dass es nicht so leicht funktioniert. Dafür gibt es verschiedene Ursachen:

  1. Wir hoffen, dass es funktioniert. Allerdings stirbt die Hoffnung zuletzt, wie wir wissen. Auch ist Hoffnung mit Zweifel verbunden und Zweifel ist der erste Schritt zum Untergang. Das funktioniert also nicht.
  2. Wenn wir die Hoffnung abgelegt haben und Glauben, dass es funktioniert, sind wir schon einen Schritt weiter. Wie heißt es so schön „Glaube versetzt Berge“. Das stimmt, nur hier kommt der oben beschriebene Zeitfaktor ins Spiel … in wieviel „Tagen“ steht der Berg woanders?  In einer Nachtwache? Es gehört schon ein extrem tiefes Vertrauen dazu, dass der Berg sich tatsächlich bewegt.
  3. Wenn unser Vertrauen so groß ist, dass wir WISSEN, dass der Berg Morgen woanders steht, kann der Berg gar nicht anders, unter Berücksichtigung des Zeitfaktors natürlich. Nur das gibt uns Gewissheit und Sicherheit.
  4. Wir erwarten, dass es sich … endlich … realisiert, manifestiert, in Erfüllung geht. Das Erwarten liegt aber in der unbestimmten Zukunft und wann das ist, ist nicht abzusehen. Diese Erwartungshaltung blockiert den Schöpfungsprozess. Dies gilt genauso für negative Erwartungshaltungen wie Zweifel, Befürchtungen, Angst usw. Die einzig wirksame Zeit ist JETZT. In der seelisch-informationellen Ebene ist es bereits Realität. Wie lange es dauert, bis es sich in der körperlich-materiellen Ebene manifestiert hat, hängt davon ab, wie gut es sich entwickeln kann. Jede Blockade verlängert es oder macht es ganz unmöglich.
  5. Die fünf Perversionen des Verstandes sind ebenso massive Blockaden, die den Prozess behindern.

Es gilt demnach, den Schöpfungsimpuls zu setzen, in Demut dankbar zu sein und sich alles Erforderliche entwickeln zu lassen. Jeder Eingriff bremst oder verhindert. Wir müssen bedenken, dass wir von der höchsten menschlichen Ebene aus wirken, wie die Betrachtung der Existenzebenen zeigt:

Kommen wir zurück auf den Anfang, die 7 Tage der Schöpfung. Dort heißt es nach jedem Tag über Gott: … und Gott sah, dass es gut war… Dann ließ er es sich selbst weiterentwickeln. In dieser Ebene Wissen wir, dass es gut ist und … lassen los!

Und? Gibt es dann noch Zufall? Nein! Wir sind die Architekten unseres Lebens!

Das vertiefen wir noch im nächsten Blog vom März 2021: Schicksal oder Zufall?

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VonPeter W.

Lebensfragen / 1

 Monatsbeitrag Januar 2021: Fragen des Lebens / 1: Visionen

Visionen oder Vorsätze?

Von Peter W. Köhne

Klare Ziele

Im Blog vom Januar 2018 hatten wir uns schon damit beschäftigt, wie es im neuen Jahr werden soll. Das Übliche sind neue Vorsätze, das kennen wir schon. Nicht einmal 10% der Ziele dieser Vorsätze werden wirklich erreicht. Woran liegt das? Weil wir leider immer wieder in unsere alten Muster rutschen, in die ausgetretenen Pfade, aus denen wir nicht herauskommen. Um neue Pfade anzulegen benötigen wir statistisch gesehen mindestens ein dreiviertel Jahr, wenn wir konsequent daran arbeiten. Nach fast einem Jahr Corona ist es dringend nötig, neue Pfade anzulegen und sich klare Ziele zu setzen. Ich möchte das an einem Bild erklären, das eigentlich aus der Entwicklungsbiologie von Zellen stammt.

Die epigenetische Landschaft

Dieses Bild ist die Metapher eines Balles, der in einem hügeligen Gelände den Berg hinunterrollt.  Welchen Weg wird er nehmen? Er wird den notwendigen, einfachsten und leichtesten Weg nehmen, um ins Tal zukommen.  Er hat keine andere Wahl. Das Bild der epigenetischen Landschaft stammt von dem englischen Biologen Conrad H. Waddington*. Er verwendete es wie gesagt in der Entwicklungsbiologie von Zellen. Der deutsche Pädagoge Edmund Kösel übernahm dieses Bild für den Entwicklungsprozess bei lernenden Menschen. Der englische Biologe Rupert Sheldrake* verwendet es im Rahmen der Theorie morph(ogenet)ischer Felder auch für den Entwicklungspfad von sozialen Systemen.

Chreoden

Dieses Bild epigenetischen Landschaft passen wir jetzt auf unsere Vorsätze an. Der Ball entspricht dabei dem Vorsatz, der sich durch unser „Bergland“ von Mustern und alten, ausgetretenen Pfaden ins Tal, also zum Erreichen des Zieles bewegen soll. Welchen Pfad wird er nehmen? Genau, er wird den notwendigen, einfachsten und leichtesten Weg nehmen, um ans Ziel ins Tal zukommen. Je tiefer der ausgetretene Pfad ist, desto schwieriger ist es, auf einen anderen, neuen und vielleicht besseren Pfad zu gelangen. Diese tiefen Pfade bezeichnete Waddington als Chreoden**. Bild A zeigt eine tief eingeschnittene Chreode, aus der kein Entkommen ist. Bild B zeigt eine Lösung, die darin besteht, dass wir schon zu Beginn einen größeren Freiheitsgrad haben, zu entscheiden, welche anderen Möglichkeiten bestehen zum Ziel zu gelangen. Diese Entscheidung sollte schon beim Festlegen des Vorsatzes erfolgen, damit wir nicht wieder in die Chreode hineinrutschen, aus der wir nicht mehr herauskommen.

Korrekturweichen

Was aber, wenn wir bemerken, dass wir doch wieder in den alten Pfad gerutscht sind? Was tun? Hierbei ist es wichtig, dass wir achtsam verfolgt haben, in welche Richtung die Entwicklung geht. Wenn wir dies früh genug bemerken, kann es uns gelingen, das Hindernis, den Wall, der uns in dem Pfad hält, durch eine neue Entscheidung zu beseitigen, damit wir in eine bessere Spur kommen. Bild C zeigt die Stelle, die wir mit einer neuen Entscheidung beseitigen müssen. Bild D zeigt den neuen Weg.

Kairos, unsere höchste Vision

Wenn wir sehr achtsam sind und Glück haben, dass wir Kairos, dem Gott der günstigen Gelegenheit*** begegnen, können wir diese Gelegenheit beim Schopf packen und möglicherweise unsere höchste Lebensvision erfahren. Das wäre natürlich das Ziel, das für unser ganzes Leben gilt, dem wir Schritt für Schritt weiter folgen können. Wichtig dabei ist, wir müssen diesen Schopf zu packen kriegen, denn Kairos hat nur vorne den Schopf, wenn wir zu lange zögern, greifen wir ins Leere, da sein Kopf hinten kahl geschoren ist.

Wenn wir diese Gelegenheit ergriffen haben, geht es nur weiter, wenn wir auch den ersten Schritt tun! Wie sagte Erich Kästner: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“

Übrigens hat sich sogar die Wirtschaft Kairos zu Nutzen gemacht, sie nennt es aber schon seit Jahren anders … last minute offer … die Gelegenheit beim Schopf packen …

Viel Glück, Konsequenz, Disziplin und Beharrlichkeit zum Erreichen der neuen Vorsätze und Ziele!

 

* Waddington bekam seine Anstöße von dem deutschen Biologen und Nobelpreisträger Hans Spemann von dem auch Sheldrake den Begriff des morphogenetischen Feldes übernahm.

** Chreode = gr. notwendiger Pfad

*** Kairos ist in der griechischen Mythologie  neben Chronos der zweite Gott der Zeit. Chronos gibt die Zeit an, die vergangen ist, Kairos gibt uns die Zeit für die Erfüllung unserer Vision.

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Alle Grafiken stammen aus unserem Buch „Die vorletzten Geheimnisse“ von Don Paris und Peter Köhne, Euro Verlag, Nieby, 1996