Lebensfragen / 9
Monatsbeitrag September 2021: Seelenplan
In dem Film „Der Plan“ von 2011 wird davon ausgegangen, dass es einen göttlichen Plan gibt, der für jeden Menschen ein bestimmtes Schicksal vorsieht. In diesem Film verlieben sich ein Politiker und eine Ballerina leidenschaftlich ineinander. Leider scheint es so, als wolle eine höhere Macht diese Verbindung verhindern. Ein paar mysteriöse Herren setzen alles daran, dass diese Verbindung nicht zustande kommt. Zum Schluss siegt aber die Liebe und der „göttliche“ Seelenplan muss angepasst werden.
In diesem Film steht der Lebensplan beider Beteiligten entgegen der persönlichen Entscheidungsfreiheit. Können wir den Seelenplan, den wir uns nach dem Weg vom physischen Tod bis zum Schritt zur nächsten Inkarnation, selbst gegeben haben, später wieder ändern? Und wenn, gibt es einen übergeordneten Plan, der ein noch höheres Ziel verfolgt?
Vor einiger Zeit fand ich in einer ECK-Zeitung eine Allegorie zu einem solchen Plan von Anya Foos*, die ich hier vorstellen möchte.
Eine Allegorie zum Plan des SUGMAD** für den Menschen
von Anya Foos*
Ra Mu, Pharao von einem der zehn Stämme, als die Welt jung war, schickte nach seinem Sohn. Der Junge stand vor ihm, bebend wie ein frisch geworfener Speer, wohlgestaltet, aber nicht ganz ausgereift. Und der Vater blickte ihn mit verständnisvollen Augen an und sah alles, was auf ihn zukommen würde. Und er befand es für gut, dass der Mann den Jungen ersetzen würde, obwohl das Mann-Kind in jeder Hinsicht Seines Königreiches vollkommen war. Er sann sodann darüber nach, was ihm gesagt werden müsse, dem Er von Seiner Essenz gegeben hatte, obgleich sie bis jetzt noch nicht zur vollen Bewusstheit ihrer Selbst erwacht war.
Er sagte:
„Mein wohlgeliebter, mein teurer Sohn,
der eines Tages mit mir zusammen regieren wird
Du bist in jeder Hinsicht vollkommen, außer in einer.
Ich bemerke, dass du keine Erfahrung in den neun
Königreichen meiner anderen Söhne besitzt.
Ich schicke Dich daher hinaus in Mein Land und das ihrige,
damit Du alles wahrnimmst, was dort Gesetz ist.
Du wirst Königreiche des Lichts und
unterschiedlicher Dunkelheit antreffen, aber alle
enthalten Lebewesen Deiner Art, die sich
auf ihrer Reise des Lebens befinden.
Damit Du Mitgefühl mit allen Bewohnern aller Königreiche hast,
trage ich Dir hiermit auf:
Kein Staubkörnchen, kein Atom, keine Blume und kein Mensch
soll bestehen, der Du nicht gewesen bist,
bevor Du zu mir zurückkehrst.
Indessen, mein Wohlgeliebter, wisse stets,
dass Du in Liebe, nicht in Verbannung hinausgehst,
anonym, denn außerhalb des Königreiches des Erleuchteten Weges
erblickt niemand Mein Gesicht in Deinem
bis er die innern Augen hat, Dein Königtum zu erkennen.
Und ich heiße Dich so zu erscheinen wie jeder andere.
Aber wenn einer in jenen Königreichen der äußeren Dunkelheit
Dich als Meinen Sohn erkennt, merke ihn Dir gut für Mein
Königreich und Dein eigenes, denn ich werde ihn wieder zu
Mir zurückführen, ebenso, wie Du zurückkehren wirst.
Mein teurer Sohn, verkenne nicht Deine wahre Identität,
obwohl Du scheinbar einem nach dem anderen den Gesetzen
jedes Königreichs unterworfen sein wirst. In Wahrheit,
erinnere Dich, unterstehst Du nur Mir und bist Mein eigen
in alle Ewigkeit. Und das wird Dich befreien,
wo auch immer Du Dich in den Königreichen vielleicht aufhältst.
Ich küsse Dich zärtlich.“ Und der Junge ging hinaus.
Das ist die Frage im Oktober-Blog: Warum müssen wir wiederkommen?
Wegen des Axioms actio est reactio, jede Ursache bedingt seine Wirkung
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* Anya Foos, heute Anya Foos-Graber, ist Universitätslektorin, Philologin und Überlebende einer Nahtod-Erfahrung. In Ihrem Buch „Der heilende Tod, Sterbevorbereitung durch Deathing“ stellt sie Deathing vor, das sicherstellen will, dass Sterbende in angenehmer Umgebung bewusst und mit Zuspruch erfolgen kann. Weiterhin will es uns helfen, uns auf das größte Abenteuer seit unserer Geburt vorzubereiten.
** SUGMAD ist ein anderer Name für Gott
Monatsbeitrag August 2021: Re-Inkarnation
Es gibt viele Begriffe für die Re-Inkarnation wie Wiedergeburt, Seelenwanderung, Transmigration, Samsara, Wiederverkörperung und andere mehr.
Bei Wiedergeburt denke ich aus meiner christlichen Herkunft eher an das Glaubensbekenntnis, wo es heißt: „Auferstehung der Toten“. Dabei habe ich ein Bild, dass sich alle Gräber öffnen und die Toten in ihrem früheren Körper aus dem Grab steigen. Das ist es für mich nicht.
Re-Inkarnation heißt wörtlich Zurück ins Fleisch. Das bedeutet nichts weiter als das, was wir beim Betrachten des Bardo Thödol und Der Reisen der Seele schon kennen gelernt haben. Nach einer Zwischenzeit in der geistig-energetischen Ebene/Welt entscheiden wir, Seele, uns, in ein neues Leben in einem physisch-materiellen Körper einzutreten und in einem weiteren Erdenleben Erfahrungen zu machen, die uns auf unserem Weg der spirituellen Entfaltung weiterbringen.
Seelenwanderung und Samsara machen die gleiche Aussage, da Samsara „ständiges Wandern“ bedeutet. Hierbei geht es aber einen Schritt weiter, da dieses Wandern eine unbestimmte Anzahl von Inkarnationen einschließt. Es ist auch als Rad des Lebens oder als ewiger Kreislauf des Lebens bekannt.
Wo der Gedanke der Re-Inkarnation in unserer Welt zuerst auftrat, lässt sich nicht festmachen. Es fiel wohl auf, dass es bei allen Völkern in dieser Welt immer wieder Kinder gab, die aus einem vorherigen Leben berichteten, was die Erwachsenen sehr erstaunte. Vor vielen Jahren erforschte das Psychologische Institut von Jaipur/Indien dieses Phänomen. Dabei wurden Studentengruppen in die Dörfer Indiens geschickt, um nach solchen Kindern zu suchen. Das Ergebnis war, dass jedes 415. Kind Erinnerungen an ein früheres Leben hatte und darüber genaue Angaben machen konnte.*
So ist der Re-Inkarnations-Gedanke in der ganzen Welt vertreten, ob bei den Germanen, Ägyptern, Griechen und Römern und Völkern in Asien, Afrikas und Amerikas.
Auch in den abrahamitischen Religionen wir Judentum, Christentum und Islam taucht der Gedanke der Re-Inkarnation auf. Allerdings wurde im Christentum mit Beschluss einer Synode während des 2. byzantinischen Konzils in Konstantinopel 552 die Re-Inkarnations-Lehre verboten, was auf Konzilien im 13. und 15. Jahrhundert noch einmal bekräftigt wurde.
Was wäre wenn … die Kirchen dies akzeptiert und sich danach verhalten hätten? Wären dann die Probleme, die jetzt immer stärker zu Tage treten, nicht entstanden? Wären die Kirchenaustritte dann weniger?
Mit einer katholischen Religionslehrerin wollte ich vor einiger Zeit über die Re-Inkarnation sprechen. Sie blockte sofort: „Lass mich damit in Freden, davon will ich nichts wissen!“ Ich fragte sie weiter, warum und sie reagierte mit den Worten: „Lass mich in Ruhe, das macht mir Angst!“
Es wird berichtet, dass Theodora, die Frau des damaligen Kaisers Justinian auf ihren Mann eingewirkt hatte, dass er mit dafür sorge, dass die Re-Inkarnationslehre verboten wird. Auch sie hatte bei dem Gedanken daran große Angst.
Interessant ist, dass ca. 30% der Menschen der westlichen Hemisphäre mehr oder weniger stark von der Re-Inkarnation überzeugt sind. Über die Jahrhunderte gab es viele bekannte Größen, die eindeutig zur Re-Inkarnation standen wie Goethe, Schiller, Lessing, Novalis, Hölderlin, Kleist, Grillparzer, Heine, C.F, Meyer und auch Wilhelm Busch, Hermann Hesse und Richard Wagner. Auch der Begründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner und der Psychologe und Psychotherapeut C.G. Jung waren von der Re-Inkarnation überzeugt. Diese Liste ließe sich sehr lang fortsetzen.
In meiner Coachingarbeit komme ich immer wieder einmal an den Punkt, in frühere Leben zurückgehen zu müssen, um die Ursache für ein Problem zu finden.
Die Geschichte der Re-Inkarnation** ist so alt wie die Menschheit, erstaunlich, dass sie doch immer noch zu wenig beachtet wird. Das hätte viele Vorteile.
Das ist die Frage im Sepember-Blog:
Gibt es einen Seelenplan Gottes für den Menschen?

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* Claims of Reincarnation, An Empirical Study of Cases in India, Satwant Pasricha, Harman Publicaton House, 1990.
** Wen die Geschichte der Re-Inkarnation interessiert, kann sie nachlesen in dem Buch:
Geschichte der Reinkarnation, Trutz Hardo, Verlag ‚Die Silberschnur’, Güllesheim
Monatsbeitrag Juni 2021: Weiterleben nach dem Tod im Energiekörper
Im Mai hatten wir festgestellt, dass der physisch-körperliche Tod nicht das Ende unseres Lebens ist, sondern nur ein Wechsel in eine andere Existenzebene. Und? Was machen wir dort? Leben!!
Sicher, das Leben in dieser Ebene mag vielleicht etwas anders sein, aber nach Berichten von Menschen, die etwas weiter über die Schwelle gingen und wieder zurück kamen, ist es fast kein Unterschied. Allerdings sind die Zeitabläufe deutlich anders, da die „träge Masse“ des physischen Körpers fehlt. Es geht alles schneller, direkter. Das ist auch nicht verwunderlich, da wir jetzt im Energiekörper leben. Was ist der Energie- oder Geistkörper? Wie das Wort schon sagt, ein Körper aus Energie, der auch aus Atomen, Zellen, Gliedern und Organen besteht und ein Energiesystem besitzt, das alles steuert.
Das Energiesystem ist wohl der bekannteste Teil des Energiekörpers. Es besteht aus Energiewirbeln, die im gesamten Körper verteilt und miteinander verknüpft sind. Sie werden als Chakras bezeichnet und haben eine direkte Verbindung zu den endokrinen Drüsen im physischen Körper. Manchmal werden sie als Lotuszentren bezeichnet, da ihre Energiewirbel wie Lotusblüten aussehen mit unterschiedlicher Anzahl von Blütenblättern. In den meisten Fällen werden die 7 Hauptchakras erwähnt. Es gibt aber wesentlich mehr, die überall im Energiekörper verteilt sind.
Die energetischen Atome stellen die Basis für die materiellen Atome dar. Sie bestehen aus Energiespiralen, die von feinen Energiebahnen durchzogen werden und dadurch einen negativen und positiven Pol haben, woraus sich die Flussrichtung der Energie ergibt. Es ist ein Energiekreislauf, der mit dem Blutkreislauf im physischen Körper vergleichbar ist.
Natürlich sind die Glieder im Energie- oder Geistkörper nicht im physisch materiellen Sinne Glieder. Sie beziehen sich mehr auf den Geist. Es sind Wille, Gefühl, Gedanken und Bewusstsein. Alle vier Glieder unseres Energie- bzw. Geistkörpers, Gedanken, Gefühle, Wille und Bewusstsein lassen sich nicht trennen, sie gehören zusammen und kein Glied wirkt ohne die anderen. Kein Gedanke existiert ohne Gefühl. Wie mächtig ein Gedanke ist, hängt von der Stärke unseres Willens ab, der Intensität des Gefühls und wie bewusst wir uns dessen sind.
Genau wie es im physischen Köper starke und schwache Glieder gibt, gibt es dies auch im geistig-energetischen Körper. Hier ist es ein starker oder schwacher Wille. Um Entscheidungen zu treffen, ist es gut, einen starken Willen zu haben. Mit einem schwachen Willen fehlt das Durchsetzungsvermögen. Auch um alte Muster zu brechen, benötigen wir einen starken Willen, sonst rutschen wir immer wieder in die alten Spuren zurück. Durch Entscheidungen, die aus dem “Bauch” heraus getroffen werden, verstärken sich die Willensglieder.
Viele Gefühle begleiten unser Leben, Gefühle des Verliebtseins und der Zuneigung, Angst und Trauer, Wut und Hass und viele andere. Gefühle beherrschen und steuern uns. Selbst unsere Träume werden durch Gefühle gesteuert. Wer hat nicht schon einmal einen völlig konfusen Traum gehabt, in dem alles durcheinander lief. Schauen wir uns an, wie wir Ereignisse unseres Lebens abspeichern, stellen wir fest, dass alle Ereignisse mit demselben Gefühl wie auf einer Perlenkette abgespeichert sind. Wird durch irgendein Ereignis über Tag ein Gefühl angesprochen, das wir mit in den Traum nehmen, so serviert uns der Traum alle Ereignisse, die unter diesem Gefühl in unserer Erinnerung, also auf der Ereigniskette, abgelegt sind. Dies schafft das Durcheinander in diesem Traum. So bestimmen Gefühle sogar unser Traumerleben. Gefühle werden stark duch das Herz-Zentrum gesteuert, wodurch die Gefühlsglieder gestärkt werden.
Denken ist eine der selbstverständlichsten Beschäftigungen unseres täglichen Lebens. Gibt es einen Zeitpunkt, an dem wir nicht Denken, völlig gedankenfrei sind? Wer regelmäßig kontempliert oder meditiert, weiß davon zu berichten, wie die Gedanken im Kopf herumhüpfen wie eine Horde Affen. Dann werden wir uns etwas bewusster, dass wir immer denken. Meistens nehmen wir unsere Gedanken, die in unserem Kopf herumschwirren nicht bewusst wahr. Wir denken an alles Mögliche, die Familie, den Beruf, was wir in unserer Freizeit unternehmen wollen, an unser Freud und Leid, an andere, die wir leiden oder nicht leiden können und … und … und… Gedanken werden stark duch das Kopf-Zentrum gesteuert, wodurch die Gedankenglieder gestärkt werden.
Nicht viele Menschen wissen, was Gedanken alles bewirken können. Der Zellbiologe Dr. Bruce Lipton geht sogar soweit, dass wir mit unseren Gedanken und geistigen Einstellung unsere Gene verändern können. In der Tat ist es heute möglich, unsere Epigenetik zu verändern, in dem wir bestimmte Gene zu- oder abschalten können.
Aus der Betrachtung der zwölf Sinne wissen wir auch, dass wir über unsere Gedanken mit anderen kommunizieren können. Nur tun wir dies alles bewusst? Machen die Gedanken das, was wir wollen oder tun wir das, was unsere Gedanken wollen?
Optimal ist, wenn Bauch-, Herz- und Kopfzentrum zusammen arbeiten, wodurch die „Beweglichkeit“ aller Glieder des Energie- oder Geistkörpers gefördert wird. Dieses Zusammenspiel bestärkt uns auch auf unserem Lebensweg, wenn wir unseren „Kairos“, unsere Lebensvision, gefunden haben.
Welches Bewusstsein ist hier gemeint? Das Tages-, Unter- oder Unbewusstsein? Das körperliche, geistige oder Seelenbewusstsein? Da wir hier über den Energie- bzw. Geistkörper sprechen, ist auch das geistige Bewusstsein gemeint. Was macht dieses geistige Bewusstsein aus? Zunächst all das, was wir schon mit dem Willen, dem Gefühl und den Gedanken angesprochen haben. Wenn wir bewusst mit diesen drei Gliedern des Geistkörpers umgehen, beginnen wir, uns selbst besser zu kennen, wir entwickeln ein gesundes Selbstbewusstsein. Wer ist nicht schon einem selbstbewussten Menschen begegnet und war beeindruckt von ihm. Davon, wie er seinem Willen Nachdruck verleihen und andere überzeugen konnte, wie seine Gefühle in seiner Echtheit und Authentizität uns erfassten und seine Gedanken klar und bestimmt zu uns gelangten. Diese Selbstbewusstheit ist dabei aber nicht starr, denn wie jeder Mensch sich weiterentwickelt, so entwickelt sich auch das Bewusstsein eines Menschen immer weiter. Dies ist das wichtigste Projekt eines Menschen, die Arbeit an sich selbst, sollte es jedenfalls sein. Denn Stillstand ist Rückschritt und damit auf Dauer gesehen Untergang.
Entsprechend dem physischen Körper gehören zu den vier Geistesgliedern auch die entsprechenden Zellen, Gedanken-Zellen, Gefühls-Zellen, Willens-Zellen und Bewusstseins-Zellen. Wie der physische Körper besteht auch der Energiekörper aus vielen Holonen, Bausteinen, die das Gesamte ausmachen. Allein der Energiekörper besteht aus Astral-, Mental- und Kausalkörper. Alle Körper haben gemäß dem Prinzip der Entsprechung, wie oben so unten, auch ihre Glieder, Organe und Zellen. Betrachten wir nun die Zellen des Energie- oder Geistkörpers.
Gedankenzellen, Zellen des Denkens, werden auch Elementale genannt. Wie lässt sich das Wesen eines Elementals verstehen? Stellen wir uns vor, dass jeder Gedanke, den wir denken, ein Energiefeld erzeugt, eine Gedankenform. Diese könnten wir uns genauso gut wie eine feinstoffliche Wesenheit vorstellen. Interessant ist, dass in vielen der heutigen Filme über Grenzbereiche Wesen wie Engel oder Dämonen eine wesentliche Rolle spielen. In diesem Genre könnte man diese Wesen auch als Gedankenformen oder Energiefelder ansehen, je nachdem, welche Qualität der jeweilige Gedanke hat.
Elementale sind demnach von uns selbst erschaffene Gedankenformen oder ‚Wesenheiten’, die wir ausschicken, eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. Sie sind Teil unseres Geistes, der diesen Gedanken gedacht hat. Dabei werden positive Gedanken auch als Engel und negative Gedanken als Dämonen betrachtet (s.o.).
Gefühlszellen, Zellen des Fühlens, werden auch Elementare genannt (mit r im Gegensatz zu den Elementalen). Wie lässt sich das Wesen eines Elementars verstehen? Diese geistigen Wesenheiten geben den Elementalen die nötige Kraft, sich zu verwirklichen. Gefühle werden im Allgemeinen mit dem Element Wasser in Verbindung gebracht. Ohne Wasser wäre auf dieser Erde ein Leben nicht möglich und so ist das Leben für einen Menschen ohne Gefühle auch nicht möglich.
Wie schon bei den Gliedern spielen auch hier alle Zellen zusammen und unterstützen sich, es ist ein starker Wille erforderlich. Damit kommen wir zu den Willenszellen.
Willenszellen, Zellen des Wollens, gehorchen bei einem unbewussten Menschen den Elementaren, den Gefühlszellen. Sind die Willenszellen nicht stark genug ausgeprägt, wird der Mensch hauptsächlich durch die strömenden Elementare des Haupt-Gefühlsstroms (Mainstream) gelenkt. Wenn wir uns der Zusammenhänge bewusst sind, formen wir die Elementare nach unserem Willen. Dazu muss die Kraft der Willenszellen ebenso bewusst aufrechterhalten werden. Die Kunst ist es, einen starken Willen über längere Zeit zu halten und so seine Elementare nach seinem Willen zu formen.
Wie das Gefühl dem Element Wasser entspricht, wird der Wille dem Element Feuer zugeordnet. Durch die Kraft des Wassers entsteht grobstoffliches, materielles Leben, die Kraft des Feuers ermöglicht feinstoffliches, geistiges Leben.
Bewusstseinszellen, Zellen des Bewusstseins, sind die feinsten Zellen des Geistkörpers. Sie durchdringen alles und fassen das zusammen was als Elementale, Elementare und Willenszellen gedacht, gefühlt und gewollt wurde, die fein- und grobstoffliche Realität. Alle Gegenstände in allen Ebenen des Raum-/Zeit-Kontinuums sind Produkte dieser drei Wesensglieder des Geistes. Das vierte Glied ist der Bewusstseinsträger, das Produkt, das erschaffen wurde, deshalb ist es dem Element Erde zuzuordnen. Aus der Betrachtung der Gotteswelten können wir diese Ebenen, materiell und geistig zusammen, als den Körper Gottes ansehen, als seine materielle Schöpfung. Hierbei ist mit körperlich-materiellem Körper Gottes der gesamte Bereich der grob- und feinstofflichen Ebenen gemeint.
Der Psychologe C.G. Jung beschrieb im Rahmen der Definition des kollektiven Unbewussten die Archetypen. Die Organe des Geistkörpers gehen auch auf diese Urprinzipien zurück und werden mit den Eigenschaften versehen, wie sie unter den Eigenschaften der Planeten beschrieben sind, sie werden daher auch als Planetare bezeichnet.
Die Namen der Organe des Energie- oder Geistkörpers entsprechen den zehn Urprinzipien des menschlichen Lebens:
SONNE Prinzip der Ausstrahlung und Lebensschöpfung
MOND Prinzip der Widerspiegelung, des Rhythmus und der Weiblichkeit
MERKUR Prinzip der Vermittlung, Kommunikation und Intelligenz
VENUS Prinzip der Liebe, der Versöhnung und der Ästhetik
MARS Prinzip der Energie, der Dranghaftigkeit und des Kampfes
JUPITER Prinzip der Expansion, des Wachstums und der Ethik
SATURN Prinzip der Einschränkung, der Grenzhaftigkeit, Ordnung und Arbeit
URANUS Prinzip für alles Befreiende, Verrückte und Norm Brechende
NEPTUN Prinzip der Transzendenz, Jenseitigen und der Grenzüberschreitung
PLUTO Prinzip des Untergründigen, der Unterwelt und des Schattens
Und? Was machen wir nun im energetischen Körper? Leben! Wie geht es weiter?
Das Thema im Juli-Blog stellt die Frage:
Gibt es immer ein Weiterleben? (dafür zeugen Totenbücher).
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* Arthur Avalon, Die Schlangenkraft, O.W. Barth-Verlag, Weilheim, OBB
** Allgemeine Form eines energetischen Atoms nach Edwin D. Babbitt, Principles of Light and Color, New York 1878
Monatsbeitrag Mai 2021: Weiterleben nach dem Tod
Im April-Blog hatten wir festgestellt, dass, ganz gleich wie wir es sehen, ob bei klinischem Tod, Unfall oder außerkörperlichen Erfahrungen jeglicher Art, wir verlassen unseren physischen Körper … aber, WER SIND WIR?
In den Nahtod-Gesprächen kam manchmal die Aussage, dass die Seele den Körper verlässt. Aber wo im Körper ist die Seele? Von Zeit zu Zeit tauchen Meldungen auf, dass es endlich gelungen sei, den Sitz der Seele im Körper herauszufinden. Dieser Ansatz wird immer noch verwendet, der der materiellen Denkweise entspringt. Wenn wir tot sind, ist eben alles vorbei. Das passt ja nicht zusammen, wenn WIR dann den physischen Körper verlassen.
Die Lösung ist ganz einfach, wir müssen diesen Ansatz umkehren, also nicht „Der Körper hat eine Seele“ sondern „Die Seele hat einen Körper“…… und nicht nur einen. Wie können wir uns das vorstellen? Wenn wir uns einmal die drei Existenzebenen des Menschen betrachten, stellen wir fest, dass die Seele ihre Heimat in den göttlichen Welten hat, in der seelisch-informationellen Ebene. Wissenschaftlich ausgedrückt, sie existiert außerhalb von Raum und Zeit, ist also nicht an die Polarität gebunden, lebt quasi in Utopia.
Wenn die Seele aber in der polaren Welt existieren will, benötigt sie einen Körper als Schutz, der innerhalb von Raum und Zeit existieren kann. Die nächst tiefere Existenzebene ist die geistig-energetische Ebene, in der sie sich eines energetischen oder Geistkörpers bedienen kann. Dieser Körper ist wie ein Schutzmantel gegen die polaren Schwingungen dieser Ebene. In diesem Geistkörper kann sie dort geschützt leben. Will die Seele weiter in die grobstofflich-materielle Welt, benötigt sie einen weiteren Körper, der diese grobe Materie aushält und auch wieder als eine Art Schutzmantel dient.
Wir können also sagen, dass die Seele mehrere Körper benötigt, je nachdem wie tief sie in die niedern Existenzebenen eintauchen will. Eintauchen ist ein gutes Stichwort für ein Beispiel. Stellen wir uns vor, wir als Mensch nehmen die Position der Seele ein. Wenn wir nun in die Tiefen der Meere eintauchen wollen, geht das nicht so einfach.
Bleiben wir dicht an der Oberfläche, können wir leicht abtauchen, solange der Atem reicht. Beim Schnorcheln können wir schon etwas tiefer tauchen, ohne zum Atmen auftauchen zu müssen. Wollen wir noch tiefer tauchen, benötigen wir schon einen Schutz, wie es ein Neopren-Anzug als Schutz vor Unterkühlung bietet und wir werden auch noch Sauerstoffflaschen mitnehmen für die Luft, die wir brauchen. Tauchen wir noch tiefer, ist schon ein Taucheranzug mit Helm erforderlich. In den tiefsten Tiefen reicht auch das nicht mehr und es wird ein gepanzertes Unterwasserfahrzeug benötigt, das den hohen Druck in der Tiefe aushält.
Ähnlich ist es bei der Seele, je tiefer sie in die polaren Welten eintaucht, desto dichter und fester müssen die Körper sein, die sie dazu benötigt, in unserer weltlichen Existenzebene also einen festen physisch-materiellen Körper. Dies als kleine Analogie.
Wie wir wissen, ist der physisch-materielle Körper nur eine bestimmte Zeit nutzbar, da er durch die Alterung irgendwann unbrauchbar wird. Ist dieser Zeitpunkt erreicht, legt die Seele diesen Körper ab und zieht sich in den geistig-energetischen Körper zurück, um dort weiterzuleben. Dieser Zeitpunkt des Übergangs wird im Allgemeinen als Tod bezeichnet. Dies gilt aber nur für den physischen Körper.
Physikalisch gesehen ist das verständlich. Unser Körper funktioniert zu ca. 70% energetisch. Nach dem Gesetz von der Erhaltung der Energie, kann diese nicht einfach verpuffen, sie muss irgendwo hingehen oder umgewandelt werden. Im Falle des physischen Todes zieht sich die Seele in den Energiekörper zurück und in diesem Körper geht unser Leben weiter.
Mehr zum Energiekörper im Monatsbeitrag Juni: Leben im Energiekörper.
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